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Die Schweizer Bauern litten heuer stark unter dem Frost. Gute Ernten im Ackerbau bringen aber den Ausgleich. (Themenbild)

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

(sda-ats)

Der Frost hat dem Wein- und Obstbau im April arg zugesetzt. Unter dem Strich kommen die Bauern aber mit einem blauen Auge davon. Dank guten Ernten im Ackerbau bleibt ihnen sogar etwas mehr im Portemonnaie.

Gemäss Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) wird das Nettoeinkommen der Landwirtschaft 2017 um 2,2 Prozent auf 3,1 Milliarden Franken steigen. So viel verbleibt vom Gesamtertrag von 13,3 Milliarden Franken nach Abzug der Produktionskosten.

Gegenüber 2016 steigen die Einnahmen um fast 50 Millionen Franken. Die Ausgaben gehen um 20 Millionen zurück, wie das BFS am Dienstag mitteilte. Das Einkommen des Sektors entschädigt vorab Arbeit und eingesetztes Kapital der Bauernfamilien. Unverändert stammt gut ein Fünftel des Geldes vom Staat, was 2,9 Milliarden Franken entspricht.

Ein Drittel mehr Getreide

Gerettet hat das Landwirtschaftsjahr 2017 der Ackerbau. Während der Wert der produzierten Früchte, Trauben und Weine wegen des Frosts um 14 Prozent einbrach, dürfte die Getreideernte mit knapp einer Million Tonnen um 34 Prozent höher ausfallen. Auch für Ölsaaten, Zuckerrüben und Kartoffeln zeichnen sich gute Erträge ab.

Mit geschätzten 4,2 Milliarden Franken liegt der Produktionswert des Pflanzenbaus fast auf dem Niveau des Vorjahres. Auch die tierische Produktion dürfte mit 5 Milliarden Franken (+0,6 Prozent) nur wenig zunehmen. Die Situation auf dem Milchmarkt hat sich gemäss BFS etwas entspannt. Der Wert der Milchproduktion wird mit 2,1 Milliarden Franken veranschlagt (+1,1 Prozent).

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SDA-ATS