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Der Südwesten Pakistans ist in der Nacht zum Mittwoch von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Zentrum des Bebens war die dünnbesiedelte Provinz Belutschistan nahe der Grenze zu Afghanistan. Nach ersten Erkenntnissen verursachte das Beben nur geringe Schäden.

Pakistanische Medien berichteten, zwei Frauen seien an Herzinfarkten gestorben. Rund ein Dutzend Menschen sei beim Einsturz von Lehmhütten verletzt worden.

Während die pakistanische Meteorologiebehörde von einem Beben der Stärke 7,3 auf der Richterskala sprach, gab das Geologische Institut der USA eine Stärke von 7,2 an.

Die Erdstösse waren bis in die indische Hauptstadt Neu Delhi zu spüren. In der südpakistanischen Millionenmetropole Karachi verliessen tausende Menschen ihre Häuser und verbrachten die Nacht aus Angst vor Nachbeben in der Kälte.

Das Epizentrum lag nach Angaben der pakistanischen Meteorologiebehörde etwa 50 Kilometer westlich der Ortschaft Dalbandin und ereignete sich in einer Tiefe von 84 Kilometern. Aus diesem Grund sei das Erbeben verhältnismässig glimpflich verlaufen.

In Pakistan und der umliegenden Region kommt es häufig zu Erdbeben. Bei einem Erdbeben im Oktober 2008 starben 225 Menschen. Drei Jahre zuvor waren bei einem Erdbeben mit der Stärke 7,6 über 80'000 Menschen ums Leben gekommen. Belutschistan ist die grösste der vier Provinzen Pakistans, gleichzeitig aber die am dünnsten besiedelte.

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SDA-ATS