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Auf zum Mond: Die NASA prüft eine bemannte Umrundung des Erdtrabanten. (Archivbild)

KEYSTONE/SEVERIN BIGLER

(sda-ats)

Die NASA prüft nach einer Anweisung der neuen US-Regierung das Vorziehen des ersten bemannten Flugs der neuen "Orion"-Raumkapsel im Form einer Mond-Umrundung. Es handle sich zunächst nur um eine Studie.

"Wir stehen nicht unter Druck, das zu tun", erklärte am Freitag der Chef der NASA-Abteilung für bemannte Einsätze, Bill Gerstenmaier. "Ich finde es ermutigend, dass wir um diese Machbarkeitsstudie gebeten wurden."

Die nun begonnene Prüfung war Mitte Februar in Auftrag gegeben worden und soll in etwa einem Monat abgeschlossen sein. Damit drückt die Regierung von Präsident Donald Trump der Raumfahrtbehörde erstmals ihren Stempel auf.

Bislang ist der erste unbemannte Testflug der von Lockheed Martin entwickelten "Orion"-Kapsel und der dazugehörigen "Space Launch System"-Trägerrakete (SLS) für Ende 2018 geplant. Der erste Flug mit einer Besatzung würde dann im August 2021 stattfinden. Nun prüft die NASA, ob bereits Mitte 2019 zwei Astronauten während eines acht- oder neuntägigen Einsatzes den Mond umrunden könnten.

Dies entspricht grob der Mission von "Apollo 8" von 1968, die insbesondere der Vorbereitung der ersten Mondlandung im folgenden Jahr diente. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama hat die NASA für Mitte der 2020er Jahre einen Einsatz mit der "Orion" zu einem Asteroiden und in den 2030ern den ersten bemannten Flug zum Mars angepeilt.

SDA-ATS

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