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2011 nahm er noch teil: Der amtierende US-Präsident Donald Trump mit seiner Frau Melania beim Galadinner der Korrespondenten des Weissen Hauses in Washington. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/ALEX BRANDON

(sda-ats)

US-Präsident Donald Trump hat seine Teilnahme am traditionellen Dinner der Korrespondenten im Weissen Haus abgesagt. Trump gab seine Entscheidung, die mit einer langen Tradition von US-Präsidenten bricht, am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter bekannt.

Einen Grund nannte er nicht. "Bitte richtet allen gute Wünsche aus und habt einen tollen Abend", schrieb er. Trumps Mitteilung kam angesichts seiner unablässigen Attacken gegen die Medien nicht sehr überraschend. Mehrere Medien sollen vor diesem Hintergrund selber erwogen haben, der diesjährigen Gala fernzubleiben.

Die Vereinigung der Korrespondenten im Weissen Haus erklärte, sie halte an der Veranstaltung fest. Sie organisiert das Dinner mit dem amtierenden Präsidenten als Ehrengast Jahr für Jahr, die Tradition reicht bis 1921 zurück.

Der Präsident der Korrespondenten-Vereinigung, Jeff Mason, erklärte, bei dem Gala-Dinner sollten "der Erste Verfassungszusatz und die bedeutende Rolle unabhängiger Nachrichtenmedien in einer gesunden Republik" gefeiert werden. Zudem sollten "einige der besten Beiträge des politischen Journalismus aus dem vergangenen Jahr und die vielversprechenden Studenten gewürdigt werden, die die nächste Generation unseres Berufes repräsentieren". Die Vereinigung vergibt jedes Jahr eine Reihe von Stipendien an Journalismusstudenten.

"Feinde des Volkes"

Die Galaveranstaltung findet am 29. April statt, im Mittelpunkt steht in der Regel eine launige Rede des jeweiligen US-Präsidenten, in der er die Medien, andere Politiker und zumeist auch sich selber aufspiesst.

Der Streit der US-Regierung mit kritischen Medien war in den vergangenen Tagen eskaliert. Der Ausschluss bestimmter US-Medien von einer Presse-Unterrichtung im Weissen Haus am Freitag löste unter Journalisten Empörung aus.

Trump schmähte Journalisten vor und nach seinem Wahlsieg immer wieder als "unehrlich" und warf ihnen wiederholt vor, gefälschte Nachrichten ("fake news") zu verbreiten. Zuletzt hatte er seinen Ton noch einmal verschärft und Medien seines Landes als "Feinde des Volkes" bezeichnet.

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SDA-ATS