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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (r) wirft dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (l) vor, die Beitrittsverhandlungen zu sabotieren (Archiv)

KEYSTONE/AP/VIRGINIA MAYO

(sda-ats)

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die türkische Regierung für den Stillstand in den Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union verantwortlich gemacht. Die Türkei entferne sich "mit Riesenschritten" von Europa.

Juncker warf dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Dienstag vor, den Europäern die Schuld für den Bruch mit der EU zuschieben zu wollen.

Die EU-Beitrittsgespräche mit Ankara laufen seit 2005. Angesichts der Massenverhaftungen von Gegnern und Kritikern der türkischen Regierung nach dem gescheiterten Militärputsch vom Juli vergangenen Jahres hat sich das Verhältnis zwischen der EU und Ankara massiv verschlechtert.

"Die Frage ist, ob wir die Verhandlungen mit der Türkei beenden sollten", sagte Juncker an der jährlichen Konferenz der EU-Botschafter in Brüssel. Er verwies aber darauf, dass es derzeit ohnehin keine Gespräche mit Ankara gebe.

Er habe Erdogan im Verdacht, "dass er gerne hätte, dass Europa sagt, dass es ein Ende der Verhandlungen will", sagte der Kommissionschef. Erdogan wolle damit "die Verantwortung alleine der Europäischen Union anlasten und nicht der Türkei".

Warnung vor "Trick"

Juncker warnte davor, "auf diesen Trick hereinzufallen". Es müsse den Türken klar sein, dass es "das System Erdogan" sei, "das einen Beitritt der Türkei zur EU unmöglich macht".

Nach jahrelangem Stillstand hatte die EU die Beitrittsgespräche als Gegenleistung für die Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 auf zwei neue Bereiche zu Wirtschafts-und Budgetfragen ausgeweitet. Wegen der Verhaftungswellen nach dem Militärputsch beschlossen die EU-Mitgliedstaaten aber bereits im Dezember, vorerst keine neuen Beitrittskapitel mehr zu eröffnen.

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SDA-ATS