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Die Türkei verspricht ihren fast 80 Mio. Bürgern ein superschnelles mobiles Internet der vierten Generation. Bereits Ende 2015 soll der Startschuss sein. Eine Ausschreibung für die 4G-Frequenzen (auch LTE genannt) läuft.

Das zuständige Ministerium will von potenziellen Bietern wenigstens 2,3 Mrd. Euro dafür kassieren. Der Telekommunikationsminister will bis in sechs Jahren mindestens 90 Prozent der türkischen Bevölkerung mit dem Netzstandard der vierten Generation (4G) ausrüsten. Die Versteigerung der Frequenzen von 800 bis 2600 Megahertz Bandbreite wird durch die staatliche türkische Telekommunikationsbehörde BTK abgewickelt.

Sie soll den Türken ein mindestens zehn Mal so schnelles Internet bescheren wie heute. Bis Ende Mai soll die Auktion der fünf Sendefrequenzen beendet werden. Die Auktion für die 3G-Frequenzen im Jahr 2008 hat der Regierung knapp 2 Mrd. Lira (756 Mio. Fr.) eingebracht.

Im Bieterrennen um den türkischen Mobilfunkmarkt könnte sich zu den bisherigen drei Betreibern Turkcell, Vodafone und Avea noch ein vierter internationaler Konkurrent gesellen. Zwar steht für einen vierten Bewerber nur die Frequenz von 2600-Megahertz zur Disposition.

Aber im Gegenzug könne er sich von "anderen betrieblichen Verpflichtungen mit dem GSM-Trio" freispielen, sagte Verkehrs- und Telekommunikationsminister Lütfi Elvan laut der türkischen Zeitung "Hürriyet".

Zensur für Facebook & Co.

Während immer noch über 40 Prozent der türkischen Haushalte keinen Internetanschluss besitzen liegt die Mobiltelefondichte weit über dem europäischen Schnitt. Viele Türken nutzen mit Vorliebe das Handy, um ins Netz zu gehen, was die Geschwindigkeit erklärt, mit der sich Smartphones am Markt verbreitet haben.

Nach Angaben der Telekommunikationsbehörde waren Ende des Vorjahres 71,8 Millionen Mobiltelefone im Umlauf, davon waren rund 58 Millionen 3G-Geräte. Ein ähnlich durchschlagender Erfolg wird der 4G-Generation in der Türkei vorausgesagt.

Das Entwicklungsministerium will einkommensschwachen Haushalten Gratisinternetzugänge zur Verfügung stellen. Die Benutzer erhalten unbeschränkten Zugang zu bestimmten Websites, die als nützlich erachtet werden. Für das Surfen im Rest des World Wide Web gibt es Nutzungsquoten, schreibt die englischsprachige Zeitung "Hürriyet Daily News".

Soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube und Twitter stehen in der Türkei unter Generalverdacht und werden massiv zensuriert. Selbst vor dem Spielemarkt machen die Verantwortlichen nicht halt. Aktuell geriet das Internetspiel "Minecraft" in die Schusslinie von Sozial- und Familienministerin Aysenur Islam. Dem Spiel droht jetzt ein Verbot in der Türkei.

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SDA-ATS