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Fünf Monate nach tödlichen Schüssen auf einen türkischen Demonstranten hat es zu Beginn des Prozesses gegen einen angeklagten Polizisten neue Zusammenstösse gegeben. Die Polizei in Ankara setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, um 2000 Menschen auseinanderzutreiben.

Der Polizist ist beschuldigt, zu Beginn der Protestwelle gegen die islamisch-konservative Regierung Anfang Juni in Ankara einen Demonstranten erschossen zu haben.

Das Gericht hatte entschieden, dass der angeklagte Polizist per Video an der Verhandlung teilnehmen darf. Im Gerichtssaal und vor dem Gebäude gab es Protest gegen die Entscheidung. Viele Demonstranten trugen Bilder des Erschossenen.

Der Beamte war zeitweise in Untersuchungshaft. Ermittler sprachen dann von einer Notwehrsituation. Der Polizist wurde deswegen bis zur Verhandlung auf freien Fuss gesetzt.

In den vergangenen Monaten gab es in der Türkei immer wieder Proteste gegen die Regierung. Auslöser war das harte Vorgehen der Polizei bei Demonstrationen gegen die geplante Bebauung der Gezi-Parks in Istanbul. Insgesamt starben sechs Menschen, darunter ein Polizist.

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SDA-ATS