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Nach dem Tod von 13 Inderinnen bei einer Massensterilisierung ist der behandelnde Arzt inhaftiert worden. Ein Gericht im zentralen Bundesstaat Chhattisgarh ordnete 15 Tage Untersuchungshaft für den Mediziner R.K. Gupta an.

Dies teilte ein Polizeisprecher aus dem Bezirk Bilaspur am Donnerstag mit. Gupta selbst weist jegliche Verantwortung von sich. Er und ein Assistent hatten am vergangenen Samstag im Rahmen eines staatlichen Programms im Vier-Minutentakt 83 Frauen sterilisiert.

Neuen Angaben zufolge starben 13 Frauen nach dem Eingriff, dutzende weitere mussten mit heftigem Erbrechen und extrem niedrigem Blutdruck ins Spital.

Die Ursache war zunächst unklar, doch vermuten die Behörden, dass die Frauen einen septischen Schock erlitten. Die Ermittler wollen nun auch untersuchen, ob die medizinische Ausrüstung verunreinigt war.

Gupta dagegen glaubt, dass die Medikamente, die den Frauen während des Eingriffs verabreicht wurden, hinter den plötzlichen schweren Erkrankungen stecken. Die Symptome hätten sich erst nach deren Einnahme entwickelt, sagte er dem Sender NDTV.

"Ich habe schon vorher unzählige Eingriffe vorgenommen, nie gab es Probleme", versicherte er und warf den Behörden vor, ihn zum Sündenbock zu machen.

Die Behörden wollen fünf Mittel untersuchen, die während des Masseneingriffs verabreicht wurden, darunter ein Narkose- und ein Schmerzmittel.

22 Franken Entschädigung

Sterilisierungen sind ein wichtiger Teil des Familienplanungsprogramms der indischen Regierung, mit der sie die Zahl der Geburten kontrollieren will. Wie üblich erhielten die Frauen am Wochenende umgerechnet rund 22 Franken für den freiwilligen Eingriff.

Männer lassen sich nur selten sterilisieren, andere Verhütungsmethoden werden kaum benutzt. Amtlichen Angaben zufolge starben zwischen 2010 und 2013 mehr als 330 Frauen bei derartigen Massen-OPs.

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SDA-ATS