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Die UBS will bis Ende Jahr den Restbestand von früher toxischen Papieren zurückkaufen, den sie vor fünf Jahren in höchster Not an die Nationalbank ausgelagert hatte. Der Rückkauf der heute wesentlich harmloser gewordenen Anlagen dürfte das Eigenkapital der Bank stärken.

Als die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Oktober 2008 den Stabilisierungsfonds einrichtete, gingen Papiere für knapp 39 Mrd. Dollar in diese Bad Bank. Für die Anlagen hab es kaum noch einen Markt, und ihr Bestand in den Büchern der UBS hätte die Bank in den Abgrund reissen können.

Die Märkte für diese Papiere haben sich in den vergangenen Jahren erholt. Die SNB hat die Bestände mit der Zeit in aller Stille abbauen können. Der Bruttowert des Stabfund, wie das Vehikel genannt wird, wurde Ende Juni mit knapp 7,5 Mrd. Fr. bewertet. Die UBS gedenkt, von ihrer Option zum Rückkauf im vierten Quartal Gebrauch zu machen.

Der Rückkauf wird möglich, weil sich ein 2008 von der SNB an den Stabfund entrichtetes Darlehen durch den Verkauf und die Bewirtschaftung der Papiere von ursprünglich 44 Mrd. Fr. auf 1,2 Mrd. Fr. verringert hat. Zu einem früheren Zeitpunkt hatte die SNB der UBS den Rückkauf verweigert, weil dies die Eigenkapitalsituation der Bank belastet hätte.

Mit dem Rückkauf der Papiere würde der Stabfund rund fünf Jahre nach seiner Einrichtung aufgelöst. Für die UBS bedeutet die Transaktion einen Schlussstrich unter ein Kapitel der Finanzkrise, hat aber auch den Vorteil, dass sie ihr Eigenkapital gar stärken kann.

Starke Konzerneinheiten

An der Börse legte die UBS-Aktie nach Handelsstart 2,7 Prozent an Wert zu. Die Kapitalstärkung in Folge des Stabfund-Rückkaufs sowie die Leistung der Bank im zweiten Quartal wurde von Analysten positiv hervorgehoben. Wie schon in der vergangenen Woche bekannt gegeben, hat die UBS im zweiten Quartal einen Reingewinn von 690 Mio. Fr. erzielt.

Insgesamt nahm die Vermögensverwaltung im Quartal unter dem Strich 10,1 Milliarden Franken an neuen Kundengeldern entgegen. Dazu kamen 2,8 Milliarden Dollar Netto-Neugeld in der UBS-Vermögensverwaltung auf dem amerikanischen Doppelkontinent.

Stellenabbau geht weiter

Trotz des guten Geschäftsgangs hält die UBS an ihrem massiven, Ende 2012 im Rahmen der Fokussierung auf die Vermögensverwaltung bekannt gegebenen Stellenabbau fest. Bis Ende Jahr dürfte der Bestand auf rund 60'000 Stellen sinken. Der Plan der Bank ist, 2015 noch rund 54'000 Mitarbeiter zu beschäftigen.

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SDA-ATS