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Die UBS drängt ihre Kunden zu Steuerkonformität. Die Grossbank habe sich verpflichtet, die Ziele der Weissgeldstrategie zu erreichen und nur deklarierte Gelder zu verwalten, bekräftigte UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber gegenüber der Westschweizer Zeitung "Le Temps".

Die UBS wolle nicht darauf warten, bis die Weissgeldstrategie der Schweiz umgesetzt werde. Man müsse "existierende Lösungen" wie die Abgeltungssteuer-Abkommen mit Grossbritannien und Österreich nutzen, sagte der VR-Präsident im am Samstag publizierten Interview.

Kunden aus Ländern ohne entsprechendes Rubik-Abkommen - wie Deutschland - erkläre die Bank die Bedeutung einer Regularisierung ihrer Guthaben. Dies sei eine nötige Bedingung für die mittel- und langfristige Fortführung der Geschäftsbeziehung mit der UBS, sagte Weber weiter.

Keine Abkehr

Im Gegensatz zur Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers plädiert der UBS-Präsident nicht für ein Umschwenken von der Weissgeldstrategie auf den automatischen Informationsaustausch. Im Zentrum stehe das Ziel, über Kunden mit deklarierten Guthaben zu verfügen. Der automatische Informationsaustausch sei ein Werkzeug für die Zukunft, aber es brauche auch eines für die Vergangenheit.

Trotzdem erachtet es Weber als wichtig, dass "wir in Zukunft nur noch ein System für unsere Kunden haben". Falls die OECD den automatischen Austausch zum internationalen Standard mache, habe die Schweiz ein Interesse daran, sich anzupassen.

Die Schweizer Privatbankiers drängen ihrerseits auf eine rasche Lösung im Steuerstreit. Ihr Präsident Nicolas Pictet plädierte anfangs Mai in Interviews für eine Abkehr von der Weissgeldstrategie hin zu einem automatischen Informationsaustausch mit der EU.

Für den UBS-Präsidenten hängt die Zukunft des Schweizer Finanzplatzes jedoch "nicht von Steuerfragen" ab, sondern von der Qualität und Kompetenz der erbrachten Dienstleistung, wie er im "Le Temps"-Interview betonte.

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SDA-ATS