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Die Überalterung in den Schweizer Schulstuben scheint gestoppt. Der Anteil der älteren Lehrer und die Zahl der Pensionierungen geht gemäss den Szenarien des Bundes zurück. (Themenbild)

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Trendwende im Lehrerzimmer: Die massenweise Pensionierung von Lehrkräften hat offenbar das Maximum erreicht und soll in den nächsten Jahren zurückgehen. Der Bedarf an neuen Pädagogen dürfte höchstens noch leicht steigen.

In den letzten 20 Jahren ist der Lehrkörper an den obligatorischen Schulen der Schweiz sichtbar ergraut. Seit 1998 stieg Anteil der Erzieher ab 50 Jahren von einem Fünftel auf über ein Drittel. Entsprechend gingen immer mehr Lehrerinnen und Lehrer in Rente. Für 2017 werden gut 40 Prozent mehr Pensionierungen erwartet als 2010, nämlich über 3600.

Jetzt gibt das Bundesamt für Statistik (BFS) Entwarnung. Gemäss den am Freitag veröffentlichten Modellrechnungen dürfte der Anteil der älteren Lehrer gegen 2020 auf rund 30 Prozent sinken. Die Zahl der Austritte soll sowohl auf Primarstufe als auch auf Sekundarstufe I allmählich abnehmen, bis 2025 auf insgesamt etwa 3100.

Eine Entspannung zeichnet sich auch beim Bedarf an neuen Lehrkräften ab. Auf Primarstufe wird er gemäss dem Referenzszenario des BFS bis 2025 insgesamt stabil bleiben, dies trotz einem Anstieg des Schülerbestandes. Für die Sekundarstufe I wird bis 2022 mit einer leichten Zunahme von etwa 7 Prozent gerechnet. Bis 2025 dürfte dann wieder der Stand von 2017 erreicht werden.

Grosse kantonale Unterschiede

Allerdings gibt es beim erforderlichen Nachwuchs ebenso wie bei den Pensionierungen und den Schülerzahlen grosse Unterschiede je nach Kanton. So wird auf Primarstufe in 17 Kantonen zwischen 2018 und 2021 ein steigender Personalbedarf erwartet. Für Basel-Stadt, Graubünden, Thurgau und Appenzell Innerrhoden sagt das BFS sogar einen Anstieg um über 15 Prozent voraus.

Auf Sekundarstufe I wird im Zeitraum 2018-21 in 22 Kantonen ein steigender Bedarf an neuen Lehrkräften prognostiziert. Zunahmen um über 15 Prozent gäbe es demnach in Appenzell Ausserrhoden, Basel-Stadt, Glarus, Luzern, Basel-Landschaft, Bern und Schaffhausen.

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