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Überdurchschnittlich viele Pilzvergiftungen im Jahr 2010

Zürich - Genau 34'283 Anrufe sind im Jahr 2010 bei der Giftberatung des Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrums (Tox-Zentrum) eingegangen. Das sind etwa so viele wie im Vorjahr. Überdurchschnittlich häufig waren Pilzvergiftungen.
Mit 54 Prozent der Fälle waren Kinder von Vergiftungen besonders betroffen. Ursache sind meist Medikamente, Haushaltsprodukte und Pflanzen. 85 Prozent der Kinder waren noch im Vorschulalter, wie das Tox-Zentrum am Dienstag mitteilte.
In zwei Dritteln der Fälle wandten sich Betroffene oder Angehörige an das Tox-Zentrum, in den übrigen Fällen fragten medizinische Fachpersonen nach speziellen Informationen zu Diagnose und Therapie akuter Vergiftungen. Das Notfalltelefon unter der Nummer 145 ist rund um die Uhr besetzt.
Gutes PilzjahrDa 2010 ein gutes Pilzjahr war, verzeichnete das Tox-Zentrum überdurchschnittlich viele Pilzvergiftungen. Die Zahl der Beratungen lag mit rund 550 deutlich über dem Vorjahr (350). Betroffen waren insgesamt 447 Personen. Die grösste Gefahr stellt der Knollenblätterpilz dar, der zu Leberversagen führen kann.
Das Informationszentrum berät nicht nur bei Vergiftungen von Menschen. Im vergangenen Jahr gab es auch 1453 Anfragen zu Tieren. Bei 66 Prozent der Fälle waren Hunde betroffen, bei 21 Prozent Katzen.

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