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Die jungen Schweizer Curlerinnen haben die Sensation an der WM der Frauen in Sapporo perfekt gemacht. Als WM-Neulinge gestartet, erringen sie den Titel mit einem 5:3-Finalsieg gegen Kanada.

In der WM-Woche von Sapporo bekamen es die Schweizer Meisterinnen Nicole Schwägli, Marisa Winkelhausen, Nadine Lehmann und Skip Alina Pätz von Baden Regio dreimal mit den renommierten und hoch favorisierten Kanadierinnen aus Winnipeg um Skip Jennifer Jones zu tun. Sie bezwangen die aktuellen Olympiasiegerinnen und Weltmeisterinnen von 2008 jedes Mal, und von Spiel zu Spiel auf überzeugendere Weise. Nie zuvor ist es einem Schweizer Frauenteam gelungen, den Goliath Kanada innerhalb eines WM-Turniers dreimal zu besiegen.

Obwohl an Erfahrung an grossen Turnieren unterlegen, spielten die Schweizerinnen im lange Zeit defensiv geführten Final wie eine siegesgewohnte Crew auf. Sie begingen kaum Fehler. Die erst 25-jährige Alina Pätz gewann das direkte Duell gegen die 40-jährige Jennifer Jones aus Winnipeg eindeutig. Die Kanadierinnen, die oft als das weltbeste Team angesehen werden und die bei ihrem Olympiasieg vor einem Jahr in Sotschi in überragender Weise aufgespielt hatten, mussten sich bis zum 7. End gedulden, ehe sie ihre erste Chance auf ein Zweierhaus nutzen konnten. Zu diesem Zeitpunkt führten die Schweizerinnen bereits 4:0. Drei dieser vier Punkte hatten sie gestohlen, das heisst, sie hatten diese Punkte geholt, ohne den Vorteil des letzte Steins zu haben.

Erst in der Schlussphase geriet der Triumph der drei Bernerinnen Schwägli, Winkelhausen und Lehmann sowie der Zürcherin Pätz noch einmal in Gefahr. Alina Pätz verpasste mit ihrem letzten Versuch im 9. End ein mögliches Viererhaus, das die Entscheidung bedeutet hätte. So musste sie es im 10. End auf eine harte Nervenprobe ankommen lassen. Sie bestand diese mit Bravour. Ihr Draw-Stein in die Mitte des Hauses lag zuletzt um wenige Zentimeter näher am Zentrum als der kanadische. Ein Nachmessen war aber nicht nötig, die Schweizerinnen durften in Jubel ausbrechen.

Das Schweizer Frauencurling erlebt, wenn man vom leichten Misserfolg mit dem 4. Platz an den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi absieht, ein noch nie dagewesenes Hoch. Innerhalb von vier Jahren haben sich drei verschiedene Teams (Mirjam Ott 2012, Binia Feltscher 2014, Alina Pätz 2015) als Weltmeister ausrufen lassen. Hinzu kommt Feltschers EM-Titel vom letzten November in Champéry. Vor dieser Hausse hatte es zwischen den zweiten (Erika Müller) und dem dritten Schweizer WM-Triumph 29 Jahre gedauert

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SDA-ATS