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Übervolle Lager nach üppigen Kartoffel-, Zuckerrüben und Obsternten

Dieser Inhalt wurde am 30. Dezember 2009 - 14:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Das Jahr 2009 hat den Bauern in der Schweiz Rekordernten beschert. Teilweise wuchs mehr Gemüse und Obst, als die Bevölkerung verzehren konnte. So mussten 75'000 Tonnen Kartoffeln an Tiere verfüttert werden. Das ist drei Mal mehr als 2008.
Insgesamt konnten 517'000 Tonnen Kartoffeln geerntet werden, wie Ernst König, Geschäftsführer von Swisspatat, auf Anfrage einen Bericht des "Schweizer Bauer" bestätigte. "Die Flächenerträge waren mit 465 Kilogramm pro Are rekordverdächtig", sagte König weiter. Im Vorjahr waren 473'000 Tonnen Kartoffeln geerntet worden.
Auch die Zuckerrübenernte war ausserordentlich. Sie führte zu einem neuen Zuckerrekord: Die Zuckerfabriken Aarberg BE und Frauenfeld TG verarbeiteten 1,74 Millionen Tonnen Zuckerrüben und stellten daraus 280'000 Tonnen Zucker her. Damit wurde die Bestmarke von 2008 um fast 30'000 Tonnen Zucker übertroffen.
Die üppige Obsternte führte zu übervollen Lagern: In den Äpfellagern liegen über 6600 Tonnen mehr Früchte als angestrebt, wie der Schweizerische Obstverband mitteilte. Das sind rund 10 Prozent des Gesamtlagerbestandes. Die hohe Produktion hat tiefere Preise zur Folge: Die Produzentenpreise für verschiedene Tafeläpfel wurden um 20 Rappen pro Kilo gesenkt.
Bereits im August hatte der Obstverband eine grosse Apfelernte und eine überaus grosse Birnenernte angekündigt. Bei den Birnen wurde ein Rekordwert von rund 28'700 Tonnen geschätzt: Das sei die grösste Ernte seit 20 Jahren und gegenüber dem schlechten Vorjahr fast die doppelte Menge. Die verkäufliche Menge an Birnen schätzte der Verband auf 19'400 Tonnen.
Die Gründe für die üppigen Ernteergebnisse lägen beim Wetter, sagte Ernst König: "Trotz verspäteter Anpflanzung im Frühling herrschten optimale Bedingungen." Der Sommer sei nicht zu heiss und nicht zu nass gewesen. "Wechselhaftes, wüchsiges Wetter im Juni und Juli förderte die Vegetation", schrieb der Obstverband.

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