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Uhren- und Elektronikindustrie halten Schweizer Aussenhandel auf Kurs

Der Schweizer Aussenhandel hat seit Jahresbeginn zwar seinen Wachstumskurs gehalten, im April verloren die Exporte aber etwas an Schwung. Die Exporte nahmen in den ersten vier Monaten um 4,6 Prozent auf 66 Mrd. Fr. (real +11,3 Prozent) zu und die Importe wuchsen um 6,2 Prozent auf 59,2 Mrd. Franken (real +7,8 Prozent).

Die Handelsbilanz verzeichnete in den ersten vier Monaten einen Überschuss von 6,8 Mrd. Franken. Er lag damit nur 8 Prozent unter jenem des Vorjahres. Die Preise der Ausfuhrgüter reduzierten sich um 6,2 Prozent, jene der Importwaren um 1,4 Prozent, wie die Eidg. Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilte.

Im April verlor der Schweizer Export jedoch weiter an Schwung. In der Handelsbilanz verminderte sich der Überschuss binnen Jahresfrist um rund 27 Prozent auf 1,516 Mrd. Franken. Die Exporte nahmen im Berichtsmonat lediglich um 0,8 Prozent auf 16 Mrd. Fr. zu.

Die Preise der Exportgüter reduzierten sich im April markant um 9,6 Prozent. Ohne die Pharmasparte betrug der Preisabschlag bei den Exporten 3 Prozent.

Die Importe weiteten sich im April um 5,1 Prozent auf 14,5 Mrd. Fr. aus. Arbeitstagbereinigt betrug die Zunahme sogar 9,9 Prozent (real +11,1 Prozent). Damit habe sich der Einfuhranstieg gegenüber den vergangenen Monaten verstärkt. Die Preise sanken um 1 Prozent, ohne die Pharmasparte resultierte ein Preisrückgang um 1,5 Prozent. Real betrug das Importwachstum 6,2 Prozent bzw. bereinigt 11,1 Prozent.

Uhrenindustrie als Überflieger

Besonders erfreulich verlief die Entwicklung der Exporte der Uhrenindustrie, wo die Ausfuhren im April um fast ein Drittel (+32 Prozent auf 1,57 Mrd. Fr.) zunahmen. Schlusslicht war die Chemische Industrie mit einem Minus von 12 Prozent. In den meisten Branchen lag das Ergebnis im April hinter der bisherigen Jahresentwicklung, was jedoch teilweise durch einen fehlenden Arbeitstag bedingt ist.

Wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FHS) am Donnerstag mitteilte, liegen die Exportzahlen im April weit über jenen aus dem Rekordjahr 2008.

Bei der Maschinen- und Elektronikindustrie, die ihre Ausfuhren im April um 5,3 Prozent steigern konnte, stachen die Mehrausfuhren von Textil- und Metallbearbeitungsmaschinen heraus. Die Sparten Kraftmaschinen sowie Maschinen für Papier- und Grafische Industrie schrieben hingegen ein deutliches Minus.

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