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Nach blutigen Zusammenstössen in der chinesischen Provinz Xinjiang hat es erneut Festnahmen gegeben. Eine "weitere Gruppe von Terroristen" sei festgenommen worden, meldete das Staatsfernsehen CCTV am Montag unter Berufung auf einen ranghohen Sicherheitsbeamten.

Von den örtlichen Behörden war zu erfahren, dass acht Uiguren im Zusammenhang mit den Unruhen der vorigen Woche festgenommen worden seien. In der Wüstenprovinz im Westen Chinas waren nach Angaben staatlicher Medien bei der Durchsuchung mehrerer Häuser 21 Menschen getötet worden.

Ein Sprecher des in München ansässigen Weltkongresses der Uiguren bezichtigte die Behörden, den Vorwurf des Terrorismus' zur Unterdrückung der ethnischen Minderheit zu benutzen. Er forderte die Regierung auf, eine unabhängige Untersuchung dazu zu veröffentlichen.

Die mehrheitlich muslimischen Uiguren klagen seit langem über religiöse und kulturelle Diskriminierung und fühlen sich in ihren angestammten Siedlungsgebieten sozial und wirtschaftlich marginalisiert. Bürgerrechtler machen dafür die Behörden verantwortlich.

Infolge der systematischen Ansiedlung von Han-Chinesen hat sich die ethnische Zusammensetzung Xinjiangs in den vergangenen Jahrzehnten stark verschoben. So leben heute nach offiziellen Angaben nur noch 46 Prozent Uiguren und 39 Prozent Han-Chinesen in der Wüstenprovinz. Bei Zusammenstössen zwischen den beiden Volksgruppen waren 2009 in der Hauptstadt Urumqi rund 200 Menschen getötet worden.

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SDA-ATS