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Ukraine: Funktionäre geben Vermögen an - Poroschenko ist Reichster

Staatschef Poroschenko ist mit einem Vermögen von umgerechnet fast einer Milliarde Franken der viertreichste Mann der Ukraine - nach drei Oligarchen. Der monatliche Mindestlohn liegt bei 56 Franken. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA DPA/TOBIAS HASE

(sda-ats)

In der Ukraine haben mehr als 100'000 Beamte und Regierungsmitglieder einem neuen Gesetz Folge geleistet und ihre Vermögensverhältnisse im Internet offengelegt. Der Reichste von ihnen ist Staatschef Petro Poroschenko, der unter anderem auch Schokoladenfabrikant ist.

Er gab an, umgerechnet 26,2 Millionen Franken auf der Bank zu haben sowie mehr als hundert Unternehmen in mehreren Ländern zu besitzen, darunter in Russland.

Nach Angaben der Wochenzeitung "Nowoje Wremja" beläuft sich Poroschenkos Vermögen auf umgerechnet 958 Millionen Franken. Das macht ihn zum viertreichsten Mann des Landes - nach drei Oligarchen. Der monatliche Mindestlohn in der Ukraine liegt bei umgerechnet 56 Franken.

Regierungschef Wolodimir Groisman deklarierte unter anderem umgerechnet gut eine Million Franken in bar - und neun Luxusuhren. Innenminister Arsen Awakow besitzt nach eigenen Angaben drei Wohnungen - eine davon 657 Quadratmeter gross -, einen Weinkeller mit rund 750 Flaschen sowie eine Kunst- und Antiquitätensammlung mit einem echten Gemälde von Pablo Picasso.

Das entsprechende Gesetz hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) Kiew zur Auflage für neue Hilfsgelder gemacht - als Beitrag zur Bekämpfung von Korruption und für mehr Transparenz.

Aus Unzufriedenheit gegen die ungenügende Korruptionsbekämpfung hatte der IWF erst am 15. September eine weitere Tranche ihres Hilfspakets für die Ukraine in Höhe von einer Milliarde Dollar freigegeben.

Nach dem Machtwechsel in der Ukraine 2014 hatte der IWF ein 17,5 Milliarden Dollar umfassendes Unterstützungsprogramm für die Ukraine aufgelegt, deren Wirtschaft schwer angeschlagen ist. Seit August 2015 war aber zunächst kein Geld mehr geflossen. Der IWF begründet dies damit, dass Massnahmen im Kampf gegen die Korruption ausblieben und die geforderte Sparpolitik nicht umgesetzt werde.

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