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Die Ukraine hat im Streit um den Fall der inhaftierten früheren Regierungschefin Julia Timoschenko die in Jalta geplante Konferenz europäischer Staatschefs abgesagt. Das meldete die Agentur Interfax nach Angaben des ukrainischen Aussenministeriums in Kiew.

Der Gipfel am Freitag und Samstag sei wegen der Reiseabsagen einer Reihe europäischer Staatsoberhäupter auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben worden, hiess es.

Aus Protest gegen die Haftbedingungen für die im Straflager erkrankte Oppositionsführerin Timoschenko hatten die Staatsoberhäupter mehrerer EU-Staaten zuletzt reihenweise ihre Ukraine-Reisen abgesagt.

Die Ex-Sowjetrepublik sieht sich auch als Co-Gastgeber der im Juni geplanten Fussball-Europameisterschaft zunehmend in der Kritik. Die EU-Kommission hatte geschlossen einen Besuch von EM-Spielen dort abgelehnt.

Bei der 18. Konferenz der Staatschefs auf der Halbinsel Krim in der Stadt Jalta am Schwarzen Meer wollten sich Vertreter mittel- und osteuropäischer Staaten zu politischen Gesprächen treffen.

Arzt besucht Timoschenko

Unterdessen besuchte ein deutscher Arzt von der Berliner Charité Timoschenko in der Haftanstalt in Charkiw. Es sei eine Übereinkunft erzielt worden, Timoschenko an diesem Mittwoch in ein Spital der ostukrainischen Stadt zu verlegen, hiess es.

Timoschenko befindet sich seit dem 20. April im Hungerstreik und leidet laut einem Gutachten der Charité-Professoren Karl Max Einhäupl und Norbert Haas unter anderem an einem Bandscheibenvorfall. Timoschenko stimmte einer Behandlung in Charkiw im Vorfeld nur unter der Bedingung zu, dass sie von Ärzten der Charité betreut würde.

SDA-ATS