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Bern - Bundesrat und Parlament sollen dafür sorgen, dass der öffentliche Verkehr im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr deutlich günstiger ist. Mit diesem Aufruf gelangte die Umweltorganisation umverkehR am Donnerstag an die Öffentlichkeit.
umverkehR hat die Preisentwicklung im öffentlichen Verkehr (öV) und im Autoverkehr genauer unter die Lupe genommen. Das Fazit der Organisation: Die Preise für den öV seien zwischen 1990 und 2009 um fast 30 Prozentpunkte stärker angestiegen als die Kosten des motorisierten Individualverkehrs.
"Rechnet man die SBB-Preiserhöhung auf Dezember 2010 noch dazu, dürfte sich der Unterschied bis Ende Jahr auf rund 35 Prozentpunkte erhöhen", sagte der grüne Genfer Nationalrat Antonio Hodgers an einer Medienkonferenz in Bern.
Höhere Bahnpreise veranlassten viele, vom öV aufs Auto umzusteigen. Berechnungen haben laut Hodgers ergeben, dass eine Verteuerung des öV um 10 Prozent eine Abnahme der Nachfrage um 2,5 Prozent nach sich zieht. Gleichzeitig nehme der motorisierte Individualverkehr um 1,6 Prozent zu.
Es sei unsinnig, die SBB-Tarife jährlich anzuheben, wenn das Autofahren nicht auch gleichzeitig teurer werde, erklärte umverkehR-Copräsidentin Yvonne Gilli. Die notwendige Umlagerung vom Auto auf den öV könne nur erfolgen, wenn der öV preislich attraktiv bleibe, sagte die grüne St. Galler Nationalrätin.
Prioritäten ändern
umverkehR räumt zwar ein, dass mittlerweile vermehrt in die Schieneninfrastruktur investiert wird. Gilli wünscht sich jedoch andere Prioritäten. "Es wäre sinnvoller dort zu investieren, wo ein grosses Umsteigepotenzial auf den öV vorhanden ist."
Als Beispiel nannte Gilli "Entwicklungsbiete" wie Zürich Nord oder Zürich West." Diese Gebiete seien zwar gut ans Autobahnnetz angeschlossen. Überregionale Zugverbindungen fehlten aber weitgehend.
Für den Ausbau der öV-Infrastruktur brauche es neue Einnahmequellen. Die Initiative des VCS zur Umlagerung von Mineralölsteuern sei eine Möglichkeit, das Loch in der SBB-Kasse zu stopfen.

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SDA-ATS