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Die Schweizer Umweltwirtschaft ist seit 2001 mehr als doppelt so stark gewachsen wie die Gesamtwirtschaft, nämlich um jährlich 6,3 Prozent. Sie beschäftigt rund 116'000 Personen und generiert einen Umsatz von 29 Mrd. Franken, wie aus einer WWF-Studie hervorgeht.

Die Zahlen belegten, wie dynamisch die Umweltmärkte seien, teilte das Bildungszentrum WWF am Dienstag mit. Zum Vergleich: Das jährliche Wachstum der Gesamtwirtschaft seit 2001 betrug 2,9 Prozent.

Einzelne Umweltmärkte haben sich besonders erfolgreich entwickelt, darunter der ökologische Bausektor (+43 Prozent) und die nachhaltigen Finanzanlagen (+31 Prozent). Stark zugelegt haben auch die ökologische Energiewirtschaft (+13 Prozent) sowie die biologische Nahrungsmittelindustrie (+6 Prozent). Nur leicht gewachsen ist die nachhaltige Mobilität (+3 Prozent).

Weiterer Wachstumsschub erwartet

In die Studie nicht einbezogen wurde der industrielle Cleantech-Bereich. Ergänze man die Ergebnisse mit den Zahlen der Cleantech-Erhebung des Bundes, so erwirtschafteten 2009 im Umweltbereich 260'000 Beschäftigte einen Umsatz von 49 Mrd. Franken, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Damit seien 6,2 Prozent aller Beschäftigten in Umweltmärkten tätig.

In den kommenden Jahren sei mit einem weiteren Wachstumsschub zu rechnen. So sei davon auszugehen, dass bis 2020 74'000 neue Jobs entstehen und in der gesamten Umweltwirtschaft inklusive Cleantech dann 334'000 Personen tätig sein werden. Der Umsatz der Umweltmärkte würde demnach auf 87 Mrd. Franken steigen.

In der vom Bildungszentrum WWF in Auftrag gegebenen Studie "Umweltmärkte in der Schweiz - Perspektiven für Wirtschaft und Beschäftigung" wurde zwischen klassischen Umweltschutzaktivitäten und ökologischen Wirtschaftszweigen unterschieden. Bei der Studie handelt es sich um die Aktualisierung und Erweiterung einer WWF-Untersuchung zur Umweltwirtschaft aus dem Jahr 2005.

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SDA-ATS