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Jungtiere sind bei ihnen hocherwünscht: Die Saimaa-Ringelrobbe ist gefährdet, weshalb Umweltschützer Schnee aufhäuften, um Geburtsplätze für die Robben zu schaffen. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/TIMO SEPPALAINEN

(sda-ats)

Die Saimaa-Ringelrobbe gehört zu den am stärksten bedrohten Robben weltweit - jetzt haben Umweltschützer in Finnland zu ungewöhnlichen Massnahmen gegriffen, um sie zu retten. Auf dem zugefrorenen Saimaa-See schoben sie Schnee zu grossen Haufen zusammen.

Die Süsswasserrobbe bekommt ihre Jungen in Höhlen, die sie in Schneeverwehungen auf dem Eis gräbt. In den vergangenen Jahren gab es nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF aber nicht genug Schnee dafür.

"Wenn es keine Schneehaufen gibt, werden die Jungen auf dem offenen Eis geboren", erklärte der finnische WWF-Sprecher Joonas Fritze. Dort seien sie nicht ausreichend gegen Raubtiere, die Kälte und Störungen durch den Menschen geschützt. Nur etwa die Hälfte der Jungtiere überlebe.

Die Umweltschützer gehen davon aus, dass es nur noch etwa 360 bis 380 Saimaa-Ringelrobben gibt. Die Unterart mit dem Fachnamen Pusa hispida saimensis existiert nur am Saimaa-See, dem grössten See des Landes, im Südosten Finnlands.

Eine grosse Gruppe Freiwilliger schaufelte deshalb Ende Januar rund 280 Schneehaufen zusammen - jeweils rund einen Meter hoch und etwa sieben Meter lang. Auch im vergangenen Jahr waren die Umweltschützer bereits aktiv. Mit Erfolg: Die seltenen Robben bekamen 81 Junge, mehr als 90 Prozent davon in künstlich angelegten Schneehaufen.

Eine langfristige Lösung könne das allerdings nicht sein, betont der WWF. "Der beste Weg ist, den Klimawandel zu bekämpfen", erklärten die Umweltschützer.

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