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Der Winter in den USA wird lang: Phil, das Murmeltier aus dem Örtchen Punxsutawney in Pennsylvania, hat noch sechs Wochen Kälte voraus gesagt.

KEYSTONE/EPA/DAVID MAXWELL

(sda-ats)

"Punxsutawney Phil" hat einem baldigen Frühling in den USA eine Absage erteilt. Das wohl berühmteste Murmeltier der Welt wurde am Freitagmorgen (Ortszeit) aus seinem Bau gezogen und ins Licht gehalten.

Dabei sah man seinen Schatten - der Legende zufolge bedeutet das sechs weitere Wochen Winterwetter in den USA.

Bereits am frühen Morgen hatten sich Tausende Menschen bei eisigen Temperaturen in der kleinen Stadt versammelt. Die Zeremonie, die 1993 durch den Film "Und täglich grüsst das Murmeltier" weltweit bekannt wurde, folgt einem festen Ablauf: Drei Mal klopft ein Mann mit Zylinder und schwarzem Frack an die Tür des nachgestellten Murmeltierbaus, um "Punxsutawney Phil" aufzuwecken.

Dann zerrt ein anderer den neun Kilogramm schweren Nager aus seinem Winterquartier und setzt ihn ins Licht. Wirft er einen Schatten, bleibt der Winter. Hat er keinen, kommt der Frühling. Den Brauch gibt es bereits seit 1887. Die Prognosen des Murmeltiers entpuppten sich in der Vergangenheit allerdings oft als falsch. Der US-Wetterdienst weist sogar eigens darauf hin, dass Phil "keine Vorhersagefähigkeiten" besitzt.

Der Ursprung des Murmeltier-Tages geht auf deutschsprachige Siedler in Pennsylvania zurück. Sie glaubten, dass an Mariä Lichtmess - 40 Tage nach Weihnachten - Murmeltiere aus ihrem Winterschlaf erwachen. Wenn sie dann ihren Schatten sehen, erschrecken sie und ziehen sich für weitere sechs Wochen in ihren Bau zurück.

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SDA-ATS