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Die Schweiz hat den Pfahlbauern, die vor Jahrtausenden auf ihrem Gebiet siedelten, ihre elfte Weltkulturstätte zu verdanken. Das Welterbekomitee der UNESCO hat am Montag die Kandidatur, die 111 Stätten der Pfahlbauer im Alpenraum umfasst, akzeptiert.

56 der 111 aus 1000 bekannten Pfahlbau-Stätten ausgewählten Standorte befinden sich in der Schweiz, fünf in Italien, drei in Frankreich, je zwei in Deutschland und Österreich sowie eine in Slowenien.

Die Federführung bei der transnationalen Kandidatur lag beim Bundesamt für Kultur (BAK). Es wird an seiner Jahresmedienkonferenz vom (morgigen) Dienstag über die Vergabe des UNESCO-Labels informieren. Am 7. Juli ist eine weitere Medienkonferenz zu den Pfahlbauten geplant.

15 Kantone mit Gütesiegel

Die Pfahlbauten, Seeufer- oder Feuchtbodensiedlungen bezeichnen keine einheitliche Kultur, wie es im Communiqué des BAK heisst. Insgesamt umfasst der Begriff rund dreissig verschiedene Kulturgruppen der Jungsteinzeit, Bronzezeit und beginnenden Eisenzeit zwischen 5000 und 800 v. Chr., die in den Alpenländern präsent waren.

In nicht weniger als 15 Kantonen sind künftig mit dem UNESCO-Label versehene Pfahlbaustätten zu finden: in Aarau, Bern, Freiburg, Genf, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Thurgau, Waadt, Zug und Zürich.

Bis anhin gab es in der Schweiz zehn Weltkulturerbe-Stätten. Als letzte erhielten 2009 die Uhrmacher-Städte La Chaux-de-Fonds und Le Locle das vor allem für den Tourismus wertvolle Gütesiegel.

Noch nicht entschieden hat die UNESCO am Montag in Paris, ob sie auch das Werk des schweizerisch-französischen Stararchitekten Le Corbusier auf die Welterbeliste setzen will. Unter der Federführung Frankreichs wollen die Schweiz, Deutschland, Argentinien, Belgien und Japan, dass das Werk Le Corbusiers als Symbol des neuen urbanen Bauens auf die Liste aufgenommen wird. Die Kandidatur ist schon länger hängig und wurde 2009 von der UNESCO zur Überarbeitung zurückgewiesen.

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SDA-ATS