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Die harte Schneedecke in vielen Skigebieten, das schöne Wetter und die vielen Leute auf den Pisten haben die Zahl der Wintersport-Unfälle in die Höhe getrieben. Die Chirurgen operieren zweitweise rund um die Uhr. Und die Rega fliegt und fliegt.

Der Januar sei "krass" gewesen, sagte Christoph Sommer, Chef der Unfallchirurgie am Kantonsspital Graubünden in Chur, am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Zahl der Unfälle habe gegenüber dem Vorjahr um schätzungsweise 30 Prozent zugenommen.

Und letztes Wochenende sei im Spital in drei Sälen Tag und Nacht operiert worden. "Das hatten wir noch nie", so der Chefchirurg. Es habe fast eine Art kleiner Katastrophenalarm geherrscht.

Gleiche Feststellung in Chur und Sion

Häufige Verletzungen sind gebrochene Handgelenke, Hirnerschütterungen, Schienbeinkopf-Trümmerbrüche. Schwerer wiegen Beckenbrüche sowie innere Verletzungen von Sportlern, die sich in Fun-Parks tummeln.

Mehr schwere Unfälle auch im Spitalzentrum Mittelwallis in Sitten: Daniel Fishman, Chef der Notfall-Station, sprach auf Anfrage von einem signifikanten Anstieg der Unfälle mit schlimmen Folgen. Zudem kamen im Wallis innerhalb einer Woche drei Personen in Skigebieten ums Leben, darunter ein 12-jähriges Mädchen.

Fast 20 Prozent mehr Rega-Einsätze

Nur logisch, dass bei diesen Bedingungen die Rettungsflugwacht (Rega) von Einsatz zu Einsatz fliegt. Seit Anfang November wurden laut Mediensprecher Christian Trottmann 860 Rettungsflüge durchgeführt. Das ist eine Zunahme gegenüber der gleichen Zeitperiode des letzten Jahres um 18 Prozent.

Trottmann will nicht über die Gründe der Unfälle spekulieren und bleibt neutral. Für die Rega zähle wie eh und je die einfache Formel: "Je schöner das Wetter, desto mehr Menschen im Freien, desto höher die Zahl der Einsätze".

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SDA-ATS