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Von Januar 2010 bis Februar 2011 ist in der Uni Zürich ein Herren-WC mit einer Videokamera überwacht worden. Damit sollten Verursacher von Schmierereien ermittelt werden. Die Uni bedauert den Vorfall und hat inzwischen elf Kameras im öffentlichen Raum vorsorglich abgeschaltet.

Beat Müller, Medienbeauftragter der Uni Zürich, bestätigte am Dienstag Meldungen von "20minuten" und "Blick", wonach ein Student im Februar 2011 die Kamera entdeckte und entfernte. "Ein Student hat die Kamera entdeckt und das an einem benachbarten Beratungsschalter gemeldet", sagt Müller.

Der junge Mann sei anschliessend zurück ins WC, habe die Kamera abgebaut und an dem Schalter abgegeben. Derzeit kläre man bei der Uni ab, "wie das überhaupt zustande kam", denn es handle sich um einen bedauerlichen und nicht akzeptablen Einzelfall.

Bilder an Polizei übergeben

Installiert wurde die Kamera, um herauszufinden, wer immer wieder dieses WC verschmierte. Als es auf der Toilette erneut Schmierereien gegeben habe, sei die Harddisk ausgewertet worden. Die Bilder der mutmasslichen Täter habe man der Polizei übergeben. Die übrigen Aufnahmen seien bei der Uni unter Verschluss.

Vorsorglich habe man inzwischen elf Videokameras im öffentlichen Raum auf dem Uni-Gelände abgeschaltet, sagt Müller. Acht davon befinden sich im Uni-Parkhaus am Irchel. Man wolle erst einmal die Rechtslage klären.

Laut Leitfaden des Zürcher Datenschutzbeauftragten darf nur die Polizei mit Hilfe einer Video-Überwachung Straftaten ermitteln. Die Uni wiederum darf dieses Hilfsmittel einsetzen, um Vandalismus zu verhindern.

Bilder nicht verwertbar

Da die Bilder illegal aufgenommen wurden, seien sie für die Zürcher Stadtpolizei "wertlos", sagte Mediensprecher Marco Cortesi am Dienstagabend gegenüber Tele Züri.

Erlaubt wäre es der Polizei dagegen, im Rahmen einer Spurensicherung beispielsweise Fingerabdrücke zu nehmen oder Fotoaufnahmen von einem Tatort zu machen.

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SDA-ATS