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Viele Verkäuferinnen und Verkäufer lehnen längere Ladenöffnungszeiten laut einer Umfrage im Auftrag der Unia ab. Die Gewerkschaft steigt mit diesem Befund aus einer Umfrage in den Schlussspurt der Abstimmungskampagne zum Tankstellenshop-Referendum.

Die Arbeitszeiten sind gemäss der am Dienstag präsentierten Auswertung der Umfrage das Hauptproblem für das Verkaufspersonal im Schweizer Detailhandel. Entsprechend sieht sich die Unia bestätigt im Kampf gegen die Lockerung des Arbeitsgesetzes, über die am 22. September abgestimmt wird.

85 Prozent der 300 befragten Verkäuferinnen und Verkäufern gaben in der Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK an, sie wären nicht bereit, am Abend, in der Nacht oder am Sonntag zu arbeiten. Die Frage wurde explizit mit Verweis auf hängige Vorstösse im Parlament gestellt.

Kommt die Änderung im Arbeitsgesetz durch, würde die Abend-, Nacht- und Sonntagsarbeit im Detailhandel voraussichtlich zunehmen. Tankstellenshops dürften dann rund um die Uhr sämtliche Produkte aus ihrem Sortiment verkaufen. Heute müssen diese Shops nachts einen Teil des Sortiments abdecken. Gegen die Lockerung ergriffen Gewerkschaften und christliche Kreise das Referendum.

Die Umfrage ergab, dass lange Arbeitszeiten für eine relative Mehrheit von 36 Prozent das grösste Problem bei den Arbeitsbedingungen im Detailhandel sind. Damit wird die Arbeitszeit als noch grösseres Problem empfunden als der Lohn. Für eine Tieflohnbranche sei dies "erstaunlich", hält die Unia fest.

Bei der Umfrage gaben die Verkäuferinnen und Verkäufer weiter an, dass Läden bei einer Verlängerung der Öffnungszeiten meist die Arbeitszeit des Personals ausdehnten statt zusätzliche Arbeitskräfte anzustellen.

Die GfK-Umfrage war bereits Mitte Mai durchgeführt worden. Befragt wurden 300 Personen, die als Verkäuferinnen und Verkäufer tätig sind oder waren. Mit dieser Stichprobengrösse ist die statistische Unschärfe beträchtlich.

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SDA-ATS