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Jürgen Müller, Direktor Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) am Universitätsspital Zürich (USZ), räumt seinen Posten auf Ende November. Grund dafür ist sein Doktortitel, den er an der nicht akkreditierten amerikanischen "University of Berkley" erworben hat.

Das USZ bestätigte eine entsprechende Meldung des "Tages Anzeiger" vom Freitag. In einer Stellungnahme schreibt Müller, er habe seine Doktorarbeit an der "University of Berkley" zur Anerkennung eingereicht und dafür rund 3000 Dollar bezahlt.

Da diese in den USA nicht akkreditiert sei, sei auch der akademische Wert des Titels nicht mit jenem einer akkreditierten Universität vergleichbar. Er werde den verliehenen Titel "sofort ablegen und nicht mehr verwenden".

Damit wolle er auch den Eindruck einer Falschdeklaration vermeiden, denn es bestehe erhebliche Verwechslungsgefahr mit der kalifornischen Eliteuniversität "UC Berkeley". "Ich übernehme die Verantwortung und habe dem USZ meine Kündigung angeboten", schreibt Müller.

USZ hat Doktortitel nicht überprüft

Müller sei sich über die gegenüber der "University of Berkley" bestehenden Vorbehalte nicht bewusst gewesen, schreibt das USZ in einer Stellungnahme.

Einer näheren Überprüfung würden Titel am USZ nur dann unterzogen, wenn sie für eine Funktion Bedingung sind. Für den Direktor ICT sei der Doktortitel nicht notwendig, heisst es in der Stellungnahme.

Müller hat die Direktion ICT seit 2009 geleitet und in dieser Zeit die Informatik am Universitätsspital wesentlich und positiv beeinflusst, wie die Spitalleitung schreibt. Das USZ bedauert "dass diese Umstände zu seinem Ausscheiden führen".

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SDA-ATS