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Eine Mutter mit ihrem unterernährten Kind in einer Klinik im Tschad. Insbesondere Kinder sind von der Hungersnot in mehreren Ländern der Sahel-Zone betroffen. (Archiv)

Keystone/AP/Rebecca Blackwell

(sda-ats)

Die Hungerkrise in der afrikanischen Sahel-Zone droht sich nach Angaben der Vereinten Nationen weiter zu verschärfen. Fast sechs Millionen Menschen in den Ländern Burkina Faso, Tschad, Mali, Mauretanien, Niger und Senegal haben nicht genug zu essen.

Dies teilte der Leiter des Uno-Nothilfebüros (Ocha), Mark Lowcock, am Dienstag in New York (Ortszeit) mit. 1,6 Millionen Kinder leiden demnach unter schwerer Mangelernährung. Die Lage sei so ernst wie zuletzt 2012.

"Die Lebensmittelvorräte für Millionen Menschen sind bereits leer. Familien sparen am Essen, nehmen ihre Kinder aus der Schule und verzichten auf eine grundlegende Gesundheitsversorgung, um Geld für Essen zu haben", erklärte Lowcock.

In den sechs Ländern habe die akute Unterernährung im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent zugenommen, jedes sechste Kind benötige eine Behandlung. Mit dem Beginn der Dürreperiode könne die Zahl der hilfsbedürftigen Menschen auf 6,5 Millionen ansteigen.

Lowcock appellierte an die Geberländer, ihre Unterstützung für den Ausbau der Hilfsaktionen in der Region zu erhöhen, "um das Schlimmste zu vermeiden".

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SDA-ATS