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Genf - Die Zahl der Kindersoldaten ist innerhalb weniger Jahre von 300'000 auf 250'000 zurückgegangen. Nur vier Staaten rekrutieren noch Kindersoldaten. Aber immer mehr Kinder sind Gefangene - in Afghanistan, Irak und Israel, sagte die UNO-Berichterstatterin Radhika Coomaraswamy am Dienstag in Genf.
Uganda und Afghanistan etwa hätten Aktionspläne verabschiedet, damit keine Kinder mehr als Soldaten eingesetzt würden, sagte die Coomaraswamy bei der Präsentation ihres Berichts vor dem UNO-Menschenrechtsrat. Weltweit rekrutierten aber noch vier Regierungen Kindersoldaten: Burma, die Demokratische Republik Kongo, der Sudan und Tschad.
Ausserdem rekrutieren auch 16 nicht staatliche bewaffneten Gruppen Kindersoldaten, vor allem im Sudan, der Demokratischen Republik Kongo, in Kolumbien, Burma und den Philippinen.
Dagegen wurden 2009 Abkommen unterzeichnet mit der Moro-Befreiungsfront auf den Philippinen, der sudanesischen Volksbefreiungsarmee des Sudans (SPLA), der maoistischen Partei Nepals und den Nationalen Befreiungskräften in Burundi. Die Organisationen verpflichten sich damit, auf Kindersoldaten zu verzichten.
Kinder-Gefangene"Die Zahl der Kinder, die im Rahmen des Kampfes gegen Terror gefangen genommen wurden, steigt", hielt Coomaraswamy fest. Kinder seien auch Selbstmordattentate verwickelt. Heute seien hunderte Kinder in Afghanistan im Gefängnis sowie Dutzende in Irak und in Israel.
Die UNO-Expertin rief die USA und Kanada zudem dazu auf, eine Vereinbarung im Prozess des Kanadiers Omar Khadr zu finden, dessen Verfahren am 10. August auf der US-Militärbasis Guantánamo vor einem Militärtribunal begann. Der heute 23-jährige Kanadier war im Alter von 15 Jahren in Afghanistan verhaftet worden.
"Es wäre die erste Verurteilung eines Minderjährigen wegen eines Kriegsverbrechens und ein peinlicher Präzendenzfall", erklärte Coomaraswamy.

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SDA-ATS