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UNO-Büro: Terroristen finanzieren sich in Afrika mit Drogenhandel

Dieser Inhalt wurde am 09. Dezember 2009 - 16:31 publiziert
(Keystone-SDA)

New York - Ein ranghoher UNO-Vertreter hat sich vor dem UNO-Sicherheitsrat alarmiert über den Drogenhandel in Afrika gezeigt. Mit den Gewinnen würden mehr und mehr auch terroristische Aktivitäten finanziert.
"Der Drogenhandel finanziert nicht nur die organisierte Kriminalität", sagte der Leiter des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (ONUDC), Antonio Maria Costa, bei einer Debatte im Sicherheitsrat.
In der Sahelzone nutzten "Terroristen und regierungsfeindliche Einheiten" den Drogenhandel, um "ihre Aktivitäten zu finanzieren, Ausrüstung zu kaufen und ihre Truppen zu bezahlen".
Der Drogenhandel habe in Afrika inzwischen eine "höhere Grössenordnung" angenommen, sei "schneller" geworden und "perfektioniert" worden, sagte Costa. Dies habe Anfang November der Absturz einer aus Venezuela stammenden Boeing 727 in Mali gezeigt, die Kokain und andere illegale Rauschmittel in das westafrikanische Land gebracht hatte.
Drogenkartelle aus Lateinamerika nutzten seit Jahren in zunehmendem Masse den afrikanischen Kontinent für den Transfer von Drogen nach Europa. Dabei wird die Droge an Bord von Geländewagen durch die Sahara und anschliessend über das Mittelmeer geschmuggelt.
Der UNO-Sicherheitsrat verabschiedete im Anschluss an die Debatte eine nicht-bindende Erklärung, in der er "die immer enger werdende Verbindung zwischen Drogenhandel und der Finanzierung von Terrorismus" als "wachsende Sorge" beschreibt.
Das Gremium rief deshalb zu einer engeren Zusammenarbeit der regionalen Behörden mit der internationalen Gemeinschaft auf.

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