Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) hat Bangladesch kritisiert, dass es Flüchtlingen aus dem Nachbarland Burma zurückgeschickt hat. Die Regierung in Dacca wird aufgerufen, keine Flüchtlinge mehr in den Teilstaat Rakhine in Westburma zurückzuschicken.

Das UNHCR sei besorgt über die Tatsache, dass Menschen, die vor der Gewalt im Rakhine flüchten, nicht an einem sicheren Ort Zuflucht finden können, erklärte ein UNCHR-Sprecher am Freitag in Genf.

Die UNO-Organisation verfüge über Informationen aus erster Hand, dass die Behörden in Bangladesch Schiffe mit Frauen, Kindern und Verletzten daran gehindert hätten, an Land zu gehen.

Es gebe dramatische Szenen mit Zivilpersonen, die wieder in ihr Herkunftsland zurückgeschickt worden seien. Eine grosse Zahl von Booten mit verzweifelten Flüchtlingen befinde sich auf dem Fluss Naf.

Diese Menschen hätten dringend Wasser, Nahrungsmittel und medizinische Hilfe nötig. Das UNHCR appelliere deshalb an die Behörden in Bangladesch, sich solidarisch zu zeigen und den Flüchtlingen Zuflucht zu gewähren.

Bisher 20 Tote

Nach Angaben der Behörden in Burma sind etwa 30'000 Menschen durch die jüngsten ethnischen Unruhen im burmesischen Staat Rakhine in die Flucht getrieben worden. Das UNHCR hofft auf eine baldige Beruhigung der Lage, damit sie die nötige Hilfe an die Vertriebenen leisten kann.

In Rakhine ist es in den vergangenen Monaten vermehrt zu Spannungen zwischen Muslimen und Buddhisten gekommen. Nachdem eine Buddhistin von mehreren Tätern vergewaltigt und umgebracht wurde eskalierte die Lage. Über 20 Menschen wurden bei den Unruhen getötet, 1600 Häuser niedergebrannt.

Der unabhängige UNO-Berichterstatter über die Menschenrechte in Burma, Tomás Ojea Quintana, hatte kürzlich darauf hingewiesen, dass die Diskriminierung der muslimischen Minderheit Ursache für die jüngsten Spannungen ist. Das betrifft vor allem die Rohingyas in Rakhine, denen unter anderem die Staatsbürgerschaft verweigert wird.

SDA-ATS