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Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begeht laut den Vereinten Nationen im Irak Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, möglicherweise sogar Genozid. Ein am Dienstag veröffentlichter UNO-Bericht hat aber auch weitere Akteure des Kriegs im Visier.

Der IS begehe im Irak möglicherweise Verbrechen gegen Menschenrechte und humanitäre Rechte, darauf weist ein Bericht der UNO-Unterstützungsmission im Irak (UNAMI) und des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte hin. Der Bericht umfasst den Zeitraum vom Mai bis Oktober des letzten Jahres.

Der IS verbreite systematisch Terror. So würden etwa Menschen öffentlich hingerichtet: Geköpft, von Bulldozern überfahren, bei lebendigem Leib verbrannt oder von den Dächern von Gebäuden geworfen. "Diese Taten könnten, in einigen Fällen, Kriegsverbrechen darstellen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und möglicherweise Völkermord", heisst es in dem Bericht.

In dem Konflikt zwischen Regierungstruppen, kurdischen Einheiten und dem IS verfolgt die Terrormiliz nach Informationen der UNO-Experten gezielt Zivilisten wie etwa Regierungsmitarbeiter, Ärzte oder Journalisten.

Der IS habe auch im Juni in Mossul bis zu 900 Kinder entführt. Diese würden religiösem und militärischem Training unterworfen. Zudem missbrauche der IS Frauen und Kinder als Sexsklaven.

Auch irakische Sicherheitskräfte, alliierte Milizen und kurdische Peschmerga-Einheiten hätten Zivilisten entführt oder getötet, so die UNO.

Mehrere Massengräber seien entdeckt worden, vor allem in Gebieten, die vom IS kontrolliert wurden und danach wieder von Regierungstruppen zurückerobert wurden. In einem der Gräber liegen laut Bericht 377 Leichen. Ein Teil der Gräber gehe jedoch auf die Zeit unter dem Diktator Saddam Hussein zurück.

Gewalt und Hunger treiben Menschen in die Flucht

Der Bericht zeige das Leid der Zivilisten im Irak auf, sagte der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein. "Er zeigt deutlich, welchen Dingen irakische Flüchtlinge zu entkommen versuchen, wenn sie nach Europa und in andere Regionen fliehen." Neben den Tausenden Gewaltopfern seien auch zahllose Menschen durch Mangel an Wasser, Nahrung oder medizinischer Versorgung ums Leben gekommen, fügte er hinzu.

Insgesamt seien im Konflikt 18'802 Zivilisten getötet worden. 36'245 Zivilisten wurden vom Januar bis Oktober 2015 verletzt. Zudem waren zwischen Januar 2014 und Oktober 2015 mehr als 3,2 Millionen Menschen in ihrem eigenen Land auf der Flucht.

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SDA-ATS