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Nach der Wiederwahl von Präsident Goodluck Jonathan in Nigeria ist es am Montag im muslimischen Norden des Landes zu schweren Ausschreitungen gekommen. Jugendliche Anhänger des Herausforderers Muhammadu Buhari setzten nach Angaben des Roten Kreuzes Kirchen, Moscheen und Häuser in Brand.

"Viele Leute sind getötet worden", sagte ein Rot-Kreuz-Sprecher ohne genaue Zahlen zu nennen. In der Stadt Kaduna hätten Leichen an der Strasse gelegen. Mindestens 267 Menschen seien verletzt und 15'000 Menschen in die Flucht getrieben worden.

Auch Sicherheitskräfte sprachen von mehreren Toten in verschiedenen Landesteilen. Gemäss nigerianischen Medienberichten starben mindestens 10 Menschen.

Auch mehrere Häuser von Funktionären der regierenden Demokratischen Volkspartei (PDP) Jonathans wurden niedergebrannt. Auch aus dem Süden stammende Einwohner wurden angegriffen.

Ausgangssperre

Am Nachmittag breiteten sich die Unruhen bis in die Hauptstadt Abuja aus. Es kam zu Zusammenstössen zwischen Anhängern Buharis und der Polizei.

In Jos im östlichen Bundesstaat Plateau schossen Soldaten in die Luft, Helikopter kreisten über der Stadt. Im Bundesstaat Yobe versuchte nach Zeugenangaben ein Mob, eine Christin mit einem brennenden Reifen zu verbrennen, bevor sie von Anwohnern gerettet wurde.

Die Behörden verhängten eine Ausgangssperre über den Bundesstaat Kaduna. Auch in mehrern Städten wurden Ausgangssperren verhängt.

Wahlsieg offiziell

Amtsinhaber Jonathan hatte vor allem im christlich geprägten Süden des Landes gut abgeschnitten. Buharis Wähler kamen dagegen vor allem aus dem muslimischen Norden. Nach Auszählung aller Stimmen erhielt Jonathan rund 23 Millionen der Stimmen, Buhari zwölf Millionen.

Nach Angaben der Wahlkommission vom Montagabend hat Jonathan zudem in allen 36 Bundesstaaten und der Region Abuja über 25 Prozent der Stimmen erhalten. Voraussetzung dafür, dass eine Stichwahl entfällt ist ein solcher Anteil in zwei Dritteln der Staaten.

Buhari will Ergebnis nicht anerkennen

Internationale Wahlbeobachter sprachen von einem weitgehend friedlichen und ordentlichen Verlauf der Wahl. Mit Skepsis betrachtet wurde allerdings, dass Jonathan teils mehr als 95 Prozent der Stimmen erreichte, in seinem Heimatstaat Bayelsa sogar 99,63 Prozent.

Ein Sprecher von Buharis Partei kündigte an, wegen mutmasslicher Unregelmässigkeiten Klage gegen die Wahl einzureichen. Man werde den Ausgang der Wahl nicht anerkennen, bis die zuständige Kommission diese überprüft habe.

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SDA-ATS