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Unsicherheit über Atomkatastrophe belastet Börse in Tokio

Die anhaltende Unsicherheit über die Folgen der Erdbeben- und Atomkatastrophe hat den Tokioter Aktienmarkt am Dienstag stark belastet. Händler fürchteten, dass die Auswirkungen der Katastrophen weitaus schlimmer sein könnten als bislang angenommen.

Die Händler befürchten weiter, dass Unternehmen bei den Ende April bis Anfang Mai anstehenden Quartalsberichten ihre Gewinnprognosen nach unten korrigieren könnten.

Zahlreiche Nachbeben erschütterten in den vergangenen beiden Tagen erneut den Nordosten des Landes. Zudem bewertet Japan die Atomkatastrophe von Fukushima nun als ebenso gravierend ein wie das Reaktorunglück von Tschernobyl vor 25 Jahren.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte ging mit einem Minus von 1,7 Prozent auf 9555 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,6 Prozent auf 838 Zähler nach. Da der Markt auch auf Impulse aus den USA wartete, blieb das Volumen gering. Dort begann am Montag die Berichtssaison.

Die negative Stimmung unterstrich auch Aussagen des japanischen Wirtschaftsministers Kaoru Yosano. Er sagte am Dienstag, das Erdbeben vor einem Monat könnte gravierendere Folgen für die Volkswirtschaft haben als bislang angenommen. Toyota rechnet beispielsweise bis Juli mit Produktionsengpässen. Die Aktien des Autoherstellers fielen 0,6 Prozent.

Auch ausserhalb Japans lagen die Aktienmärkte im Minus. Taiwan, Korea, Hongkong, Shanghai und Singapur verbuchten Verluste. Hier nahmen Investoren wegen des fallenden Ölpreises teilweise Gewinne mit.

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