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Der ETH-Rat hat wegen Vorwürfen gegen eine Forschungsgruppe am Paul Scherrer Institut ein Aufsichtsverfahren eröffnet. (Themenbild)

KEYSTONE/WALTER BIERI

(sda-ats)

Am Paul Scherrer Institut in Würenlingen AG herrscht ein Konflikt in einer Forschungsgruppe. Wegen Vorwürfen betreffend falscher Verwendung von Forschungsgeldern und wissenschaftlichen Fehlverhaltens haben das Institut und der ETH-Rat Untersuchungen eingeleitet.

Der ETH-Rat führt ein Aufsichtsverfahren am Paul Scherrer Institut (PSI). Der Rat ist die Aufsichtsbehörde des Instituts. Anlass für die Untersuchung ist ein Arbeitskonflikt in einer der Forschungsgruppen in Würenlingen. Der Sprecher des ETH-Rats, Gian-Andri Casutt, bestätigte am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine Meldung der "NZZ am Sonntag".

Im Sommer 2017 habe sich das PSI an den ETH-Rat gewandt, weil es intern Untersuchungen führe wegen wissenschaftlichen Fehlverhaltens und finanziellen Unregelmässigkeiten. Im Herbst nahm der ETH-Rat das Untersuchungsverfahren auf. Casutt stellte in Aussicht, dass der Rat die Ergebnisse bald kommunizieren werde. Am Sonntag gab er aufgrund der laufenden Untersuchung keine weiteren Details preis.

Vorwürfe eines Postdoktoranden

Laut dem Zeitungsbericht herrschte in einer der Forschungsgruppen am PSI eine angespannte Stimmung. Im Sommer 2017 meldete ein Postdoktorand Unregelmässigkeiten bei mehreren Forschungsarbeiten, an denen er beteiligt war.

Er beschuldigte laut dem Artikel seinen Vorgesetzten in der Forschungsgruppe auch, bei der Anschaffung von Material nicht korrekt vorgegangen zu sein. Beide Vorwürfe sind Gegenstand der Untersuchungen.

Im PSI in Würenlingen wird im Bereich Natur- und Ingenieurswissenschaften geforscht. Das Institut gehört zur ETH und besteht seit 1988. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich der Energieforschung. Das PSI steht in direkter Nachbarschaft des Zwischenlagers Würenlingen, das nukleare Abfälle verpackt und zwischenlagert, sowie in der Nähe des Kernkraftwerks Beznau.

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SDA-ATS