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Bogotá - Der neue kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat in Bogotá seinen Amtseid abgelegt. Der ehemalige Verteidigungsminister will die Politik seines Förderers Alvaro Uribe fortführen. Gleichzeitig aber setzt er im Konflikt mit Venezuela auf Entspannung und im Kampf gegen die linksgerichteten FARC-Rebellen auf Dialog.
Unmittelbar nach seiner Amtsübernahme am Samstag bot Santos seinem venezolanischen Kollegen Hugo Chávez "freimütige und direkte" Gespräche an. Diese müssten sich auf der Basis "gegenseitigen Respekts und der Zusammenarbeit" entwickeln, beide Seiten müssten zudem eindeutig Stellung gegen Kriminalität beziehen.
Chávez erklärte sich umgehend mit einem Treffen einverstanden. Er sei bereit, in den Beziehungen mit Kolumbien "eine neue Seite aufzuschlagen".
Schwierige Beziehungen
Kolumbien und Venezuela unterhalten seit Jahren schwierige Beziehungen. In jüngster Zeit waren die Spannungen zwischen den ideologisch grundverschiedenen Nachbarn wieder offen ausgebrochen.
Nach dem Vorwurf Kolumbiens, Chávez gewähre 1500 FARC-Rebellen Unterschlupf in seinem Land, hatte der venezolanische Staatschef die diplomatischen Beziehungen zu Bogotá abgebrochen. In der vorigen Woche dann ordnete er die Verlegen von Truppen an die Grenze zu Kolumbien an.
Uribe konterte und legte am Freitag beim Internationalen Strafgerichtshof Klage gegen Chávez ein. Nach den Worten von Uribes Rechtsanwalt Jaime Granados werden dem venezolanischen Präsidenten Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Dies wurde damit begründet, dass Chávez kolumbianischen FARC-Rebellen in Venezuela Unterschlupf gewährt habe.
Auch Entgegenkommen gegenüber FARC
Santos signalisierte bei seinem Amtsantritt auch gegenüber der FARC Entgegenkommen, der ältesten Rebellengruppe des Landes. Zu einem Gesprächsangebot der FARC von vergangener Woche sagte er, seine Regierung sei offen für jeden Dialog, bei dem es um ein Ende der Gewalt gehe.

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SDA-ATS