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US-Amerikanerin muss wegen Tod ihres Babys fünf Jahre in Haft

Weil sie ihren acht Monate alten Sohn nicht vor Misshandlungen durch ihren Ehemann geschützt hat, muss eine 23-jährige US-Amerikanerin in Deutschland fünf Jahre in Haft.

Das Landgericht Trier verurteilte die Frau am Dienstag wegen Körperverletzung mit Todesfolge sowie in drei weiteren Fällen wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und Verletzung der Fürsorgepflicht, jeweils durch Unterlassung. Damit folgte das Gericht dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft.

Die Angeklagte, die sich seit September in Untersuchungshaft befindet, hatte die Vorwürfe vor dem Prozess und während der Hauptverhandlung im Wesentlichen eingeräumt. "Es tut mir leid", sagte sie unter Tränen in ihrer letzten Stellungnahme am Dienstag vor Gericht.

Die Verteidigung erklärte, die Frau sei mit der Gesamtsituation überfordert gewesen und hätte eine Auseinandersetzung mit ihrem Mann gescheut. Der Vater des Kindes war als US-Soldat auf der Airbase Spangdahlem, ein Stützpunkt der US-Luftwaffe in Rheinland-Pfalz, stationiert.

Laut Staatsanwaltschaft hatte er dem Neugeborenen zwischen August und September 2010 schwerste Verletzungen zugefügt, unter anderem Verbrennung zweiten Grades, Brüche beider Unterarme eines Oberschenkels und eine Rippenserienfraktur. Der Junge starb Ende Oktober.

Der Ehemann unterliegt der amerikanischen Militärgerichtsbarkeit und muss sich vor einem Militärgericht wegen vorsätzlicher Tötung des Neugeborenen verantworten. Der Prozess wurde auf den 27. Juni angesetzt.

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