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Washington - Als Lehre aus der Finanzmarktkrise erhalten US-Aktionäre künftig mehr Mitspracherechte bei der Besetzung von Führungspositionen in Unternehmen. Die amerikanische Börsenaufsicht beschloss eine neue Vorschrift, die den Eignern einen grösseren Einfluss auf die Konzernssteuerung sichert.
Die Mitglieder der Securities and Exchange Commission (SEC) segneten das Vorhaben mit einer knappen Mehrheit von drei Stimmen bei zwei Gegenstimmen ab.
Für eine Stärkung der Aktionärsrechte hatte sich vor allem der Rat der Institutionellen Investoren starkgemacht, der 130 grosse Pensionskassen mit einem verwalteten Vermögen von drei Billionen Dollar vertritt.
An Auflagen gebundenFür Aktionäre wird es nun einfacher, umstrittene Direktoren aus ihren Führungsposten herauszudrängen. Der Neuregelung zufolge können Investoren vor den Wahlen eigene Kandidaten auf dem offizielle Formular der Konzerne vorschlagen, das vor Hauptversammlungen veröffentlicht wird. Jedoch sind diese neuen Machtbefugnisse an Beschränkungen gebunden.
Die Anteilseigner müssen mindestens drei Prozent des gesamten Aktienkapitals für mindestens drei Jahre halten, um Direktoriumsmitglieder benennen zu können. Maximal können die Aktionäre über ein Viertel des gesamten Direktoriums bestimmen.
Die Finanzkrise hatte deutliche Schwächen in der Unternehmensführung zutage gebracht. So musste der einst weltgrösste Versicherer AIG mit Steuergeldern in dreistelliger Milliardenhöhe vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Unternehmensvereinigungen und Republikaner kritisierten den Vorstoss. Sie befürchten, dass die Vorschriften den Kapitalmärkten schadet und Interessensvereinigungen zu viel Macht einräumt.
Die SEC versuchte seit Jahren, die Veränderungen durchzuboxen, scheiterte aber immer wieder am Widerstand der Unternehmen. Nun erhielt sie Rückendeckung durch die kürzlich verabschiedete historische Finanzmarktreform.

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SDA-ATS