Navigation

US-Hypothekenriese Freddie Mac braucht weitere Milliarden

Dieser Inhalt wurde am 06. Mai 2010 - 14:27 publiziert
(Keystone-SDA)

Washington - Der verstaatlichte Hypothekenfinanzierer Freddie Mac erweist sich für die US-Regierung immer mehr als Fass ohne Boden. Das Unternehmen bat nach einem neuen Milliardenverlust im Startquartal 2010 um eine weitere Finanzspritze von 10,6 Mrd. Dollar.
Gleichzeitig warnte Freddie Mac, wegen der Flaute am Immobilienmarkt in Zukunft weitere Hilfen zu benötigen. Die oppositionellen Republikaner wollen deshalb ein Ende der staatlichen Unterstützung erzwingen.
Die Regierung übernahm zum Höhepunkt der Finanzkrise die Kontrolle über Freddie Mac sowie das grössere Schwesterunternehmen Fannie Mae und sagte den Firmen Ende 2009 unbegrenzte finanzielle Hilfe zu. Mittlerweile hat der Staat für mehr als 60 Mrd. Dollar Vorzugsaktien von Freddie Mac gekauft.
Das Unternehmen muss auf die Papiere pro Jahr Dividenden von mehr als 6 Mrd. Dollar zahlen - das ist mehr, als der Konzern vor Ausbruch der Finanzkrise in den meisten Jahren verdient hat. Die Staatshilfe für beide Konzerne beläuft sich insgesamt auf mehr als 125 Mrd. Dollar.
Im ersten Quartal machte Freddie Mac 8,0 Mrd. Dollar Verlust - ohne die Dividendenzahlung waren es noch immer 6,7 Mrd. Dollar. Das Ergebnis ist jedoch etwas besser als im Vorjahreszeitraum, in dem ein Minus von 10,4 Mrd. Dollar in den Büchern gestanden hatte.
Freddie Mac und der grössere Bruder Fannie Mae spielen für die Stabilisierung der US-Immobilienmärkte eine entscheidende Rolle.
Die Verstaatlichung der beiden Unternehmen 2008 war eigentlich als vorübergehende Massnahme gedacht. Mehr als anderthalb Jahre später fängt die Regierung jedoch gerade erst mit einem Umbau der Hypothekenfinanzierung an.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?