Navigation

US-Justiz verlangt Informationen von Banken zu Hypothekenpapieren

Dieser Inhalt wurde am 14. Mai 2010 - 15:37 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft verlangt von verschiedenen Banken, darunter der UBS und der Credit Suisse (CS), Informationen zu umstrittenen Hypothekenpapieren. Banken und Ratingagenturen sollen die exzellente Bewertung dieser Schrottpapiere erklären, mit denen die Finanzkrise ausgelöst worden war.
Staatsanwalt Andrew Cuomo untersucht dabei, ob die Banken die Ratingagenturen und Investoren über den tatsächlichen Wert dieser Papiere in die Irre geführt haben. UBS und CS bestätigten der Nachrichtenagentur SDA die entsprechende Informationsanfrage Cuomos.
Beide Schweizer Grossbanken arbeiten nach Aussage ihrer Sprecher mit den US-Behörden zusammen. "Es handelt sich um eine Aufforderung zur Herausgabe von Dokumenten, und nicht um eine Vorladung", sagte UBS-Sprecher Christoph Meier. Auch CS-Sprecher Marc Dosch betonte, dass es sich nicht um eine Klage handle.
Im Zentrum steht die Rolle der drei grossen Rating-Agenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch vor der Finanzkrise. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sind ausser UBS und CS auch die Grossbanken Deutsche Bank, Morgan Stanley, Goldman Sachs, Merrill Lynch, Citigroup und Crédit Agricole im Visier der US-Justiz.
Die Titel von UBS und Credit Suisse gerieten nach dem Bekanntwerden der Untersuchung unter Druck und fielen in einem schwächeren Gesamtmarkt bis am Nachmittag um 4,2 beziehungsweise 4,0 Prozent. Das Vorgehen der US-Justiz und die Zahl der untersuchten Banken sorgten für Unsicherheit, sagte ein Händler Reuters.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?