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Die US-Notenbank Fed setzt weiter auf historisch niedrige Zinssätze, sieht die Wirtschaft des Landes aber auf moderatem Wachstumskurs. Am ausserordentlich tiefen Zinsniveau will sie bis mindestens Ende 2014 festhalten.

Den Leitzins beliess die US-Notenbank zwischen null und 0,25 Prozent. Mit der Politik des günstigen Geldes versucht die Fed seit Ende 2008, die Konjunktur nach der Wirtschaftskrise zu befeuern.

Notenbank-Chef Ben Bernanke machte am Mittwoch deutlich, die Fed sei "vollkommen bereit für zusätzliche Massnahmen", um ihre Ziele zu erreichen.

Der Offenmarktausschuss, das geldpolitische Steuerungsorgan der Zentralbank, bescheinigte der US-Wirtschaft immerhin ein "moderates" Wachstum und hob seine Prognose für dieses Jahr leicht auf 2,4 bis 2,9 Prozent an. Für 2013 erwartet die Fed, dass die Wirtschaft der USA um bis zu 3,1 Prozent zulegt.

In der Erklärung hiess es weiter, der Jobmarkt habe sich in den vergangenen Monaten erholt. Die Arbeitslosenquote sei mit derzeit 8,2 Prozent aber noch immer "hoch". Allerdings erwartet die Fed, dass sie bis Ende des Jahres auf 7,8 Prozent fällt, bevor sie im kommenden Jahr auf 7,3 Prozent zurückgeht.

Immobilienmarkt noch am Boden

Der Immobilienmarkt liege trotz einiger Anzeichen für eine Verbesserung weiter am Boden, erklärte die Fed. Die wirtschaftliche Lage in den USA erfordere daher weiter eine lockere Geldpolitik.

Die Fed setzt dabei auch ihre Praxis fort, kurzfristige US-Staatsanleihen gegen Papiere mit längeren Laufzeiten umzutauschen, um die Zinssätze weiter zu senken.

Die Währungshüter um Bernanke registrierten eine leicht gestiegene Inflation, die sie auf höhere Energiepreise zurückführten. Die langfristige Inflationserwartung bleibe aber "stabil", hiess es.

Die Entscheidung für die Fortsetzung der Niedrigzinspolitik fällte der Offenmarktausschuss mit 9:1. Die Gegenstimme kam von Jeffrey Lacker.

Den angemessenen Zeitpunkt für eine Zinserhöhung sehen nunmehr bereits sieben Notenbanker im Jahr 2014. Im Januar waren es nur fünf. Für 2016 plädiert nunmehr kein Zentralbanker mehr, im Januar waren es noch zwei. Händler halten bislang den April 2014 für den wahrscheinlichsten Zeitpunkt für eine Zinswende.

SDA-ATS