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Washington - Die US-Notenbank will mit neuen Regeln zur Vergabe von Krediten Kunden vor halsabschneiderischen Verträgen schützen. Etwa sollen mit den am Montag veröffentlichten Vorschriften die Kosten für Darlehen transparenter werden, teilte die Federal Reserve mit.
Kreditgeber werden demnach verpflichtet, Kunden bei Krediten mit variablen Zinsen die höchstmögliche Rate offenzulegen. Die Fed will zudem Geschäften einen Riegel schieben, bei denen Kreditmakler Kunden Darlehen mit höheren Zinsraten verkaufen und so höhere Provisionen der Kreditgeber einstreichen.
Diese Praxis gilt als Ursache dafür, dass infolge der Finanzkrise Millionen Kreditnehmer ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen konnten. Gemäss den Vorschriften der Fed müssen die Kreditgeber Kunden auch darauf hinweisen, dass eine Refinanzierung zur Vermeidung steigender Zinsen nicht möglich sein könnte.
Viele Hauskäufer in den USA waren mit Angeboten angelockt worden, bei denen die Hypothekenraten später in die Höhe schossen. Die Makler hatten den Kunden aber zugesagt, vorher umschulden zu können. Dies war nach dem Zusammenbruch des Immobilienmarktes jedoch nicht mehr möglich und bedeutete für viele den Ruin.
Als Folge der Finanzkrise und der schweren Rezession war der Kreditmarkt zuletzt sehr angespannt. Inzwischen haben sich die Bedingungen etwas gebessert, wie die Fed ebenfalls am Montag mitteilte. Dies gelte vor allem für grosse Finanzinstitute, während kleinere Banken noch immer zu kämpfen hätten.

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SDA-ATS