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US-Präsident Obama verspricht Homosexuellen mehr Rechte

Dieser Inhalt wurde am 11. Oktober 2009 - 05:06 publiziert
(Keystone-SDA)

Washington - US-Präsident Barack Obama hat den Schwulen und Lesben in den USA mehr Rechte versprochen. Obama versicherte, dass die bisherige Praxis abgeschafft werde, nach der Homosexuelle im Militär nur solange zugelassen sind, wie sie ihre sexuelle Neigung nicht offenbaren.
"Wir sollten patriotische Amerikaner, die dem Land dienen, nicht bestrafen", zitierten US-Medien aus der Rede Obamas bei einem Galadiner der Homosexuellen-Organisation Human Rights Campaign in Washington. Die Veranstaltung fand am Vorabend einer Grosskundgebung in Washington für Homosexuellen-Rechte statt. Zu der Demonstration werden Tausende Menschen erwartet. Homosexuellen-Organisationen hatten sich in der Vergangenheit wiederholt enttäuscht von Obama gezeigt, weil er sein Wahlkampfversprechen einer Abschaffung der "stillschweigenden Duldungsregel" beim Militär bisher nicht eingelöst hat.
Die Homosexuellen warten bisher auch vergeblich darauf, dass der Kongress ein Gesetz aufhebt, das die Ehe als ausschliessliche Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Obama selbst unterstützt zwar diese Auslegung und tritt stattdessen für eine rechtliche und soziale Absicherung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ein. Er hat aber wiederholt erklärt, dass er eine Aufhebung des Gesetzes erreichen und damit den einzelnen Bundesstaaten Spielraum für eigene Regelungen geben will.
In seiner Rede räumte Obama ein, dass das Tempo bei der Umsetzung für viele wahrscheinlich zu langsam sei. Es bestehe aber kein Zweifel an der Zielrichtung, sagte der Präsident. Er machte aber nach den Medienberichten keine konkreten Zeitangaben für die angestrebten Änderungen.

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