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US-Wirtschaft wächst im ersten Quartal um 1,9 Prozent

Auch die neuesten Daten bestätigen es: Die US-Wirtschaft hat zu Beginn des Jahres spürbar an Fahrt verloren. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) sei im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 1,9 Prozent gestiegen, teilte das US-Handelsministerium am Freitag mit.

Das Ministerium korrigierte damit in seiner dritten Schätzung den zuletzt gemeldeten Wert um 0,1 Prozentpunkte leicht nach oben. Ökonomen hatten bereits vor der Bekanntgabe damit gerechnet.

Im letzten Vierteljahr 2010 hatte das Wachstum mit 3,1 Prozent noch deutlich höher gelegen. Für das erste Quartal war von Experten lange ein Wert von mehr als 2 Prozent erwartet worden. Doch vor allem die schwachen Konsumausgaben der Bevölkerung hatten das Bild stärker als vorhergesehen eingetrübt.

Die Amerikaner gaben beispielsweise weniger Geld für Autos aus als angenommen. Hohe Energiekosten liessen sie ebenfalls mehr aufs Geld achten. Die klammen öffentlichen Haushalte schränkten ihre Ausgaben darüber hinaus ebenfalls ein.

Warnung Ben Bernankes

Die US-Notenbank hatte Mitte der Woche von einem vorübergehenden Dämpfer gesprochen und für 2011 insgesamt ein Wachstum zwischen 2,7 und 2,9 Prozent prognostiziert. Jedoch lag dieser neueste Wert deutlich unter ihren vorherigen Schätzungen, die teils von weit über 3 Prozent ausgingen.

Die Wirtschaft wachse "frustrierend langsam", hatte Notenbankchef Ben Bernanke am Mittwoch geklagt und gewarnt: "Der wirtschaftliche Gegenwind könnte stärker und hartnäckiger sein als ursprünglich erwartet". Vor allem die hohe Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent in den USA löst Besorgnis aus. Sie wird sich nach Annahme der Federal Reserve im Laufe des Jahres zwischen 8,6 und 8,9 Prozent einpendeln.

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