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USA: Geschworene verurteilen Novartis wegen Diskriminierung

Dieser Inhalt wurde am 18. Mai 2010 - 01:22 publiziert
(Keystone-SDA)

New York - Die US-Tochter des Pharmakonzerns Novartis soll Frauen bewusst diskriminiert haben und muss deshalb Wiedergutmachung leisten. Ein Geschworenengericht in New York sprach Novartis am Montag in sämtlichen drei Anklagepunkten schuldig.
Laut dem Urteil von gestern Montag soll Novartis Frauen bei Beförderungen übergangen haben, für gleiche Arbeit nicht den gleichen Lohn ausbezahlt und Schwangere benachteiligt haben.
Novartis soll gemäss dem Urteil 3,36 Millionen Dollar an zwölf Frauen zahlen. Zusätzlich entschieden die Geschworenen, Novartis mit Strafzahlungen zu belegen. Über die Höhe dieser Busse verhandelt das Gericht am heutigen Dienstag.
Es handelt sich um die grösste Klage wegen Diskriminierung gegen Frauen in den USA. 12 Novartis-Mitarbeiterinnen stehen in der Sammelklage stellvertretend für 5600 Arbeitnehmerinnen, die zwischen 2002 und 2007 für den Konzern gearbeitet haben. Ihnen allen steht es frei, sich der Klage anzuschliessen.
Man habe sich wiederholt an die Personalverantwortlichen gewandt, sei aber ignoriert worden, gaben die Frauen gegenüber dem Gericht zu Protokoll.
Novartis reagierte auf das Verdikt der Geschworenen: Das Unternehmen sei enttäuscht und wolle gegen das Urteil vorgehen, sagte eine Sprecherin.

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