Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Washington - Mehr als sieben Jahre nach Beginn des Irak-Kriegs liegt die Verantwortung über die Sicherheit des Landes wieder in den Händen der Regierung in Bagdad. Ungeachtet der instabilen Lage beendeten die USA am Dienstag offiziell ihren Kampfeinsatz.
"Der Irak ist heute souverän und unabhängig", sagte Ministerpräsident Nuri al-Maliki in einer Fernsehansprache. US-Präsident Barack Obama wollte sich am Abend an das zunehmend kriegsmüde amerikanische Volk wenden.
Die Beendigung des Irak-Krieges war ein zentrales Wahlversprechen des mit Wirtschaftskrise und sinkender Popularität kämpfenden Obama. Allerdings werden 50'000 US-Soldaten weitere 16 Monate im Irak bleiben.
Biden im Irak
Ministerpräsident Al-Maliki erklärte, die irakischen Sicherheitskräfte würden nun selbst gegen alle Bedrohungen vorgehen, ganz gleich ob sie aus dem Land oder von aussen kämen. Sein Land sei "fähig", selbst für Sicherheit zu garantieren.
Doch der Irak ist noch meilenweit von stabilen Verhältnissen entfernt. Den Anschlägen von Extremisten fallen immer wieder Unbeteiligte zum Opfer, den Parlamentsparteien in Bagdad ist es auch sechs Monaten nach der Wahl bislang nicht gelungen, eine Regierung zu bilden.
US-Vizepräsident Joe Biden war am Montag zu einem Überraschungsbesuch in den Irak gereist, um den Druck der US-Regierung auf die führenden irakischen Politiker zur Regierungsbildung zu erhöhen.
Am Mittwoch nimmt Biden an einer Zeremonie teil, die den Übergang des US-Einsatzes von der Kampfmission "Iraqi Freedom" zum "Stabilisierungseinsatz" "New Dawn" (etwa: Neue Morgendämmerung) markieren soll.
Mehr Anschläge
Die im Irak verbleibenden knapp 50'000 US-Soldaten sollen vor allem zum Training der irakischen Sicherheitskräfte eingesetzt werden. Schon im Juni 2009 haben die US-Truppen damit begonnen, sich aus Städten und Gemeinden zurückzuziehen.
Extremisten haben in den vergangenen Monaten ihre Angriffe verstärkt. Allein im Juli fielen 396 Zivilisten den Anschlägen zum Opfer, fast doppelt so viel wie im Vormonat.
Die Attentäter, die im Lager sunnitischer Islamisten mit Kontakten zum Al-Kaida-Netzwerk vermutet werden, haben ihre Angriffe auf einheimische Sicherheitskräfte konzentriert. Iraks Generalstabschef Babaker Sebari warnte Anfang des Monats, sein Land werde erst 2020 in der Lage sein, allein für seine Sicherheit zu sorgen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS