Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Die Nachricht vom Tod Osama bin Ladens hat weltweit Erleichterung, aber auch Furcht vor neuen Terroranschlägen ausgelöst. Fast zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2011 wurde der Terroristenführer in Pakistan aufgespürt und von US-Spezialkräften erschossen.

US-Präsident Barack Obama verkündete den Tod des Al-Kaida-Chefs in der Nacht zum Montag. "Der Gerechtigkeit ist Genüge getan worden", sagte Obama in einer Ansprache an die Nation. Die Operation sei von ihm persönlich angeordnet worden.

Ein Spezialkommando hatte nach Angaben aus US-Regierungskreisen in der Nacht zum Sonntag mit mehreren Helikoptern einen stark gesicherten Gebäudekomplex in der Stadt Abbottabad, rund 50 Kilometer nördlich von Islamabad, angegriffen.

Bin Laden sei bei der rund 40 minütigen Blitzaktion durch einen Kopfschuss getötet worden. Es habe sich um eine "Kill Mission" gehandelt - eine gezielte Liquidation. Eine Festnahme sei nicht das Ziel gewesen.

Die US-Spezialtruppen hätten Bin Laden auch lebend gefangen, wenn es dazu eine Möglichkeit gegeben hätte, sagte dagegen Präsidentenberater John Brennan am Montagabend. Da der Al-Kaida-Chef aber gekämpft habe, sei er von den Navy SEALS getötet worden. An der Aktion seien keine pakistanischen Sicherheitskräfte beteiligt gewesen.

Auch Brüder getötet

Bei dem Schusswechsel starben den Angaben zufolge auch zwei Brüder Bin Ladens, die offenbar als Kuriere Laden tätig waren, einer von Bin Ladens Söhnen sowie eine Frau.

Bin Ladens Leiche wurde kurz darauf im Meer bestattet. Damit soll offenbar verhindert werden, dass eine Pilgerstätte für Extremisten entstehen könnte. Eine DNA-Analyse habe zweifelsfrei bestätigt, dass es sich bei der Leiche um Bin Laden handelte, sagte ein US-Behördenvertreter.

Die Nachricht vom Tod des "Staatsfeindes Nummer 1" löste in den USA Jubelfeiern aus. Vor dem Weissen Haus und am Ground Zero in New York versammelten sich Hunderte Menschen.

Obamas Vorgänger George W. Bush, in dessen Amtszeit die Anschläge von 2001 fielen, sprach von einem "Sieg für Amerika". Auf die Ergreifung oder Tötung des Gründers und Anführers der Al-Kaida waren 50 Millionen Dollar ausgesetzt.

Luxuriöses Haus

Über viele Jahre hatten die USA Bin Laden in der gebirgigen und nur schwer zugänglichen Grenzregion zwischen Pakistan und Afghanistan vermutet. Stattdessen befand sich sein Versteck nun inmitten einer Grossstadt, rund einen Kilometer von einem Stützpunkt der pakistanischen Streitkräfte entfernt.

Das luxuriöse Haus wurde US-Angaben zufolge 2005 gebaut und war mit hohen Schutzmauern und Stacheldraht "ausserordentlich" gut gesichert.

Die Nachricht, dass Bin Laden an einem solchen Ort offenbar über Jahre Zuflucht fand, wirft erneut die Frage auf, ob die Streitkräfte und der Geheimdienst Pakistans seinen Aufenthaltsort kannten.

Clinton lobt Pakistan

US-Aussenministerin Hillary Clinton stellte sich hinter die pakistanische Regierung und lobte am Montag die Zusammenarbeit mit Islamabad. Das Land habe in grossartiger Weise die amerikanischen Bemühungen um die Zerschlagung der Al-Kaida unterstützt, sagte Clinton in Washington.

Bin Laden wurde als Sohn eines reichen saudiarabischen Bauunternehmers vermutlich im Jahr 1957 geboren. Er entwickelte die Idee, Moslems aus aller Welt zu einem Kampf gegen westliche Mächte und ihre arabischen Verbündeten zusammenzurufen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS