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Die USA setzen jetzt auch bewaffnete Drohnen in Libyen ein. US-Präsident Barack Obama habe ihre Nutzung im Kampf gegen die Bodentruppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi genehmigt, sagte Verteidigungsminister Robert Gates am Donnerstag in Washington.

Die unbemannten Fluggeräte, die bereits zur Aufklärung von der NATO in Libyen genutzt wurden, hätten ihre ersten Missionen schon geflogen. Die Angriffsflüge seien aber wegen schlechten Wetters abgebrochen worden, sagte der stellvertretende US-Generalstabschef James Cartwright.

Gates begründete den Einsatz mit der zunehmend schlechteren humanitären Lage der Bevölkerung in Libyen. Die USA wollten aber keine Bodentruppen einsetzen, versicherte Gates.

Streit um Militärberater

Zuvor hatte Obama bereits angekündigt, die USA würden den Rebellen Material wie Schutzwesten, Funkgeräte oder Medikamente liefern. Briten, Franzosen und Italiener erklärten, sie wollten Militärberater zu den Rebellen entsenden.

Dieser Schritt wurde von Russland als "riskantes" Unterfangen mit "ungewissem Ausgang" bezeichnet. Aussenminister Sergej Lawrow sagte, dies laufe "eindeutig" auf eine Einmischung am Boden hinaus.

Das Regime in Tripolis kündigte an, die ganze Bevölkerung bewaffnen zu wollen, um sich gegen einen Angriff von NATO-Bodentruppen zu wappnen. In einem solchen Falle "werden wir die Hölle lostreten", sagte ein Regierungssprecher.

Grenzübergang erobert

Die Aufständischen brachten am Donnerstag einen wichtigen Grenzübergang zu Tunesien unter ihre Kontrolle. Dabei wurden nach Angaben der Aufständischen mehrere Regierungssoldaten getötet. Die tunesische Nachrichtenagentur TAP meldete, bis zu 200 entwaffnete Soldaten, darunter zwei Generäle, seien nach Tunesien geflohen.

Umkämpft blieb die west-libysche Stadt Misrata, die von Gaddafis Truppen seit Wochen belagert wird. Durch Granaten seien am Mittwoch mindestens drei ihrer Kämpfer und zehn Zivilisten getötet und 100 Menschen verletzt worden, teilten die Aufständischen mit. Unter den Toten war auch ein Arzt aus der Ukraine, wie das Aussenministerium in Kiew erklärte.

Kriegsreporter getötet

In Misrata wurden am Mittwoch auch zwei Kriegsreporter getötet. Den Filmemacher Tim Hetherington und den Fotografen Chris Hondros traf offenbar eine von Gaddafis Truppen abgefeuerte Panzerabwehrgranate. Beim Angriff in Misrata wurde auch der britische Fotograf Guy Martin schwer verletzt.

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The citizens' meeting

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1968 in der Schweiz

SDA-ATS