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US-Präsident Donald Trump (l) im Telefongespräch mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Mit im Oval Office unter anderem Vize-Präsident Mike Pence (Mitte sitzend) und Sicherheitsberater Michael Flynn (r)

KEYSTONE/EPA/MICHAEL REYNOLDS

(sda-ats)

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag mehrere Staats- und Regierungschefs telefonisch kontaktiert. Mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin vereinbarte Trump, den internationalen Terrorismus gemeinsam zu bekämpfen. Die Russland-Sanktionen waren offenbar kein Thema.

Sie wollten das Vorgehen gegen den Islamischen Staat (IS) und andere Terrormilizen in Syrien koordinieren, informierte das russische Präsidialamt über das erste Telefonat Trumps mit Putin seit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten vor einer Woche.

Die zwei Länder wollten auch ihre Wirtschaftskontakte wiederbeleben und die gegenseitigen Beziehungen stabilisieren. Die US-Sanktionen gegen Russland wurden in der Erklärung nicht erwähnt. Die Präsidenten hätten ihre Stäbe angewiesen, Ort und Zeit eines möglichen Treffens zu klären, hiess es weiter.

Vor Putin war Trump in telefonischem Kontakt mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dabei hätten sie die "fundamentale Bedeutung" der NATO für die transatlantischen Beziehungen und die Bewahrung von Frieden und Stabilität betont.

Die Länder sollten für die kollektive Sicherheit ihren fairen Teil dazu beitragen. Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder die europäischen NATO-Länder kritisiert, finanziell nicht genug beizutragen.

Kritischer Hollande

Die beiden Ländern wollten ihre bilateralen Beziehungen weiter ausbauen. In dem 45-minütigen Telefonat habe Trump auch seine Teilnahme am G20-Treffen in Hamburg im Juli zugesagt, teilte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Abend in Berlin mit. Trump habe auch "seine Freude ausgedrückt", Merkel bald in Washington zu begrüssen.

Klare Worte fand Frankreichs Präsident François Hollande. Dieser habe in seinem Telefongespräch mit Trump vor einer Abschottung der USA gewarnt. In einer unstabilen Weltlage wie der heutigen sei dies eine Sackgasse. Auch forderte Hollande seinen US-Kollegen auf, das Prinzip der Aufnahme von Flüchtlingen zu respektieren, teilte das französische Präsidialamt mit.

Abe in Washington

Ein weiterer Gesprächspartner Trumps war Japans Regierungschef Shinzo Abe. Ihm sicherte Trump die volle Unterstützung der USA zu. Bei dem Gespräch sei es unter anderem um die Bedrohung des US-Verbündeten durch das nordkoreanische Atomprogramm gegangen.

Trump lud den japanischen Regierungschef für den 10. Februar zu einem Treffen nach Washington ein. Der neue US-Verteidigungsminister James Mattis werde "demnächst" nach Japan reisen, hiess es in der Mitteilung weiter.

Nach seinem Wahlsieg hatte Trump Abe Mitte November als ersten amtierenden Regierungschef empfangen. Eine seiner ersten Amtshandlungen war der Ausstieg der USA aus dem Freihandelsabkommen TPP. Damit brüskierte er auch seinen Handelspartner Japan. Abe kündigte nach der Entscheidung an, er wolle Trump davon überzeugen, an dem gemeinsamen Abkommen festzuhalten.

SDA-ATS

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