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London - US-Geheimdienste sollen nach Medieninformationen Terroranschläge auf Ziele in London sowie in grossen Städten in Deutschland und Frankreich vereitelt haben. Berlin relativierte allerdings, zu unmittelbar bevorstehenden Anschlägen gebe es keine Hinweise.
Die aktuellen Hinweise führten zu keiner Veränderung der Gefährdungsbewertung, sagte der Sprecher des deutschen Innenministeriums, Stefan Paris.
Die Darstellungen, wonach das Terrornetzwerk Al-Kaida längerfristig plane, Anschläge in den USA, Europa und auch in Deutschland zu begehen, seien den Bundessicherheitsbehörden bekannt, erklärte das Ministerium.
Dies werde "mit der gebotenen Sensibilität und Intensität", auch im Austausch mit den internationalen Partnern, analysiert und bewertet, sagte Paris weiter.
Von Pakistan aus
Zuvor hatten unter anderem der britische Sender "Sky News" und die US-Zeitung "Wall Street Journal" berichtet, von Pakistan aus seien Anschläge geplant worden. Diese hätten die Ziele in Grossbritannien, Deutschland und Frankreich gleichzeitig treffen sollen.
Der US-Fernsehsender ABC berichtete online, dass es sich nach Einschätzung eines hohen US-Beamten um eine "glaubhafte" Gefährdung handelt, auch wenn es keine genauen Hinweise auf Ort und Zeit gebe. US-Präsident Barack Obama sei informiert.
Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden in den USA und Europa erklärten den ABC-Angaben zufolge, die Informationen über eine Bedrohung stammten aus der Befragung eines als Terroristen verdächtigten Deutschen. Dieser sei im Spätsommer auf dem Weg nach Europa abgefangen worden. Zurzeit werde er auf der US-Basis Bagram in Afghanistan festgehalten.
Der Deutsche habe ausgesagt, mehrere Gruppe von Terroristen - alle mit europäischen Pässen -, seien in Trainingslagern in Pakistan ausgebildet und von dort ausgesandt worden. Der Deutsche habe erklärt, der Attentatsplan sei von Al-Kaida-Führer Osama bin Laden gutgeheissen worden, berichtete ABC weiter.

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SDA-ATS